
Selbständig denken oder geistiger Sklave anderer Menschen
Wie man die bedeutendsten Entscheidungen verschlafen kann.
Wichtige Gegensätze und Alternativen differenzieren, erst dann sind selbständige Entscheidungen darin möglich.
Wichtige Gegensätze und Alternativen differenzieren, erst dann sind selbständige Entscheidungen darin möglich.
Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben:
Die wichtigsten Unterschiede und Gegensätze erkennen um bewusstes Entscheiden zu ermöglichen
Dem selbstbewussten Bürger eines freien Staates ist es sehr wichtig, sich frei entfalten, die Lebensführung durch eigenständige Entscheidungen frei bestimmen zu können. Er schätzt auch das Recht, Einfluss auf die Politik nehmen zu können. Eine echte Wahl gibt es aber nur dann, wenn Politiker oder Parteien mit unterschiedlichen politischen Programmen zu wählen sind. Würden alle Parteien und Politiker die selbe Politik machen, wäre eine Wahl unnötig und unsinnig. Wenn es aber unterschiedliche politische Programme gibt, muss der Wähler zuerst die bedeutendsten Unterschiede zwischen den verschiedenen Parteien kennen lernen, bevor er eine vernünftige Entscheidung am Wahltag treffen kann. Zuerst muss man in einer Sache die bedeutenden Unterschiede kennenlernen, also differenzieren, erst danach kann man sich sinnvoll entscheiden.
Angenommen, man würde das Internet noch nicht kennen – dann könnte man sich nicht entscheiden, ob man eine Information per E-mail oder in Papierform über die Post versenden möchte. Man würde ganz selbstverständlich Briefe über die Post versenden – man wäre in seiner eigenen Entscheidungsfreiheit wegen Unkenntnis behindert, ohne es selbst zu merken. Nun – in unserem Wohlstandsland kennt fast jeder das Internet. Aber eine andere Kenntnis geht langsam verloren – eine Kenntnis, die einem noch viel größere Vorteile bringen kann, als das Internet. Wo kann man heutzutage noch logische, schlüssige Argumente über die Existenz eines liebenden, persönlichen Schöpfergottes hören? Wer weiß heute noch, wie man ihn kennen lernen und mit Ihm kommunizieren kann? Es geht hier um etwas sehr positives, in der Bibel wird ewiges Leben in andauerndem Glück, ohne Leid, Schmerz, böse Menschen... verheißen. Wer weder die klaren Argumente für die Glaubwürdigkeit der Bibel kennt, noch die Wundermacht Gottes im eigenen Leben erfahren hat [siehe Rubrik „Warum gerade die Bibel“], der kann sich in diesem ganz wichtigen Punkt nicht entscheiden – genauso wenig, wie sich der Bürger für das e-mail Schreiben entscheiden kann, wenn er das Internet nicht kennt; genauso wenig, wie sich jemand bei der Wahl für ein bestimmtes Politikprogramm entscheiden kann, wenn er nur eine Partei kennt.
Beim Lesen des Wortes Gottes werden uns die wichtigsten, grundlegenden Gegensätze im Leben klar gemacht:
Wirklichkeit – Lüge/Irrlehre
echte Liebe – Gleichgültigkeit/Egoismus
Ehrlichkeit zu sich selbst – Hochmut
Gott – Satan
ewiges Leben – ewiger Tod
Durch Gottes Wort lernen wir dort zu unterscheiden, wo es auch wirklich bedeutsame Unterschiede bzw. Gegensätze gibt. Werden diese Gegensätze bzw. Widersprüche nicht unterschieden, können sie sich als ein widersprüchliches, verwirrendes Gemisch in unserem Denken und Fühlen einnisten und unsere Entscheidungsfähigkeit einschränken, widersprüchliche Rede- und Verhaltensweisen bewirken und uns zu Selbstbetrug und Heuchelei verführen. Beispiel: Wenn man eigene Schwächen nicht mehr sehen kann, weil man der Verteidigung der eigenen Ehre Priorität einräumt oder wenn man keinen guten Maßstab kennt, um uneigennützige Liebe von scheinbarer Liebe (z.B. Schmeichelei) zu unterscheiden, oder man glaubt Predigern, die Gottes Wesen falsch darstellen (z.B. als gleichgültig, als jemand, der Leid und Tod über die Evolution miteingeplant und gewollt hat), weil man die großartigen Absichten Gottes hinsichtlich seinem Schöpfungs- und Erlösungsplan (lt. Bibel) nicht kennt → näheres hierzu unter „Eine geistige Grundlage, die Bestand hat“ und im „Religionsfinder“ auf dieser Homepage. Unsere Denkfähigkeit mag grundsätzlich normal und gesund sein, die Willenskraft mag intakt sein; sie kann jedoch nicht richtig genutzt werden, weil wir die wesentlichsten aller Unterschiede, wie Sie Gott in Seinem Wort geoffenbart hat, nicht kennen.
Ohne zu unterscheiden, kann auch der an sich gesündeste und intelligenteste Mensch keine selbständigen Entscheidungen treffen. Er wird sich vielleicht damit abgeben, dort zu unterscheiden, wo in Wirklichkeit kein echter Gegensatz existiert.
Beispielsweise:
weiße Magie – schwarze Magie
Liebe – Gerechtigkeit
Liebe – Wahrheit
Trifft er aufgrund einer solch falschen Unterscheidung eine Wahl (z. B. für die Liebe Gottes und gegen Seine Wahrheit), wird große Verwirrung folgen.
Beschäftigen wir uns nicht mit den realen, lebenswichtigen Unterschieden, die in der Bibel aufgezeigt werden, die unser Denken schärfen, werden wir Freude und Lebenssinn vergeblich in irgendwelchen mehr oder weniger nutzlosen, sinnlosen Zeitverschwendungen suchen, indem wir uns z.B. folgenden Unterscheidungen hingeben:
Bayer Aktie – Telekom Aktie;
Fußballvereine VfB Stuttgart – Werder Bremen;
Mercedes – BMW...
Superstar, Filmheld... X – Superstar Y
Die sichere Folge wird sein, dass wir mehr und mehr den Sinn dafür verlieren, nach den wirklich wichtigen Zielen des Lebens zu streben – stattdessen werden wir unser Denken und Fühlen mit solchen Dingen füttern, die höchstens zu kurzfristigen Genüssen aber nie zu einer tiefen Zufriedenheit führen werden.
Erkennen wir durch Gottes Wort nicht die wesentlichsten aller Unterschiede, sind wir unfähig, uns in diesen wichtigen Fragen des Lebens selbständig zu entscheiden und machen uns früher oder später von der Meinung anderer Menschen abhängig, werden leicht getäuscht und manipuliert. Ohne Unterscheidung gibt es keine Entscheidung. Nur Gott führt uns in die Freiheit, unseren eigenen Willen zur Erkenntnis der Wahrheit und zur Entscheidung für Seine Liebe einzusetzen. Nur Gott führt uns zu der Möglichkeit, Reales und Wichtiges von Unwahrhaftigem und Nutzlosem zu trennen. Erst danach leben wir in echter Freiheit, erst jetzt können wir uns z. B. entscheiden, das Schlechte völlig zu meiden, und den verschiedenen guten Dingen die richtige Rangfolge in unserem Leben zu geben... Haben wir im Einzelfall die richtige Entscheidung getroffen, möchte uns Gott zu deren Ausführung auch die notwendige Kraft und die Motivation echter Liebe geben, siehe Römer 5,5 im Zusammenhang mit Galater 5,6+22 und Apostelgeschichte 2,38.
Hebr. 4,12: "... das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als ein zweischneidiges Schwert... und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens." → Wenn Gott wünscht, dass wir Sein Wort ernst nehmen und ehrfürchtig studieren, möchte Er uns damit auch die Widersprüche in unserem eigenen Wesen und Verhalten offenbaren, damit wir uns dann für eine bestimmte Verhaltensweise entscheiden können und unsere Mitmenschen nicht durch lauter widersprüchliche Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften belasten müssen (Beispiel: Jak.3,7-12). Gott ist es nicht nur möglich, uns diese Schwächen aufzuzeigen – er ist der einzigste, der uns auch davon befreien kann, wenn wir es wollen.
Beispielsweise betrifft dies auch einen inneren Widerspruch zwischen Verstand und Gefühl:
Seine Absicht ist es nicht, dass wir in einer Verfassung verharren, in der wir gefühlsmäßig von etwas freudig fasziniert sind, von dem wir doch verstandesmäßig wissen, dass es falsch und schlecht ist: mit dem Verstand orientieren wir uns am Wort Gottes – aber die Gefühlswelt erfreut sich an der Sünde (z.B. wenn man sich freut, wenn sich der Filmheld rächt, böses mit bösem vergilt). Wer in solch einer inneren Zerrissenheit lebt, hat keinen inneren Frieden und kann bestimmt auch keine tiefe Freude empfinden. Ich bin überzeugt, dass sehr viele seelischen Probleme und psychische Krankheiten durch eine solche innere Zerrissenheit verursacht sind. “Und euer Herz sei ungeteilt bei dem Herrn unserem Gott, dass ihr... haltet Seine Gebote...”(1.Könige 8,61). Wenn man sich zudem klar macht, dass auch Satan diesen geistigen Zwiespalt des Menschen ausnutzt, um ihn zu quälen, Zweifel zu säen und zu verwirren, sollte die Motivation groß genug sein, Gottes Gebote zum eigenen Schutz wirklich ernst zu nehmen (1. Petr. 5,8 in Verbindung mit Jes. 48,18). Er sagt uns auch, womit wir uns geistig beschäftigen sollen: „...Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht!“ (Phil. 4,8)
Der arme Mensch, welcher in dieser inneren Zerrissenheit lebt, sollte anerkennen, dass die Beschäftigung mit negativen Dingen (z.B. im Spielfilm) auch dann seine Gefühlswelt stark beeinflusst, wenn er die wahrgenommenen sündhaften/egoistischen Verhaltensweisen eigentlich vom Verstand her ablehnt und sie verurteilt. Er sollte gegenüber sich selbst zugeben, dass er seine Gefühle nicht aus eigener Kraft seiner verstandesmäßigen Überzeugung anpassen kann und um die Ausstattung mit Gottes Geist bitten. Gleichzeitig sollte er sich vom unnötigen Betrachten des Schlechten/sündhaften abwenden und sich stattdessen mit positiven Dingen beschäftigen (mit der Bibel, der Natur, Nächstenliebe...).
Unser Schöpfer möchte unser Denken und Fühlen in Übereinstimmung bringen. Er hat den großartigen Plan, auch unsere Gefühle in die richtigen Bahnen zu lenken, sodass wir die schönsten Gefühle dann empfinden, wenn wir das tun, was wir auch verstandesmäßig als richtig erkannt haben (aufgrund unserer Unterordnung unter Gottes Wort). Hier liegt die Quelle wahrer Freude und seelischer Ausgeglichenheit. Wer Freude daran findet, den Willen Gottes zu tun, hat Freude daran, für andere da zu sein und nicht für sich selbst. Er möchte in erster Linie andere glücklich machen und möchte nicht in erster Linie seine Gefühle an sich selbst befriedigen. Je enger wir mit Gott verbunden sind, desto mehr wird uns Seine Liebe hierzu motivieren – und nicht (mehr) die Angst (1. Joh. 4,16-19). Die Angst war jedoch evtl. nötig, damit wir die Notwendigkeit der Umkehr zu Gott hin und die Wichtigkeit der Beziehung zu Ihm erkennen (Offb. 3,14-20).
Echte Liebe mag zuerst als ein biblischer Grundsatz erkannt werden, für dessen uneigennützige Anwendung man sich auch verstandesmäßig entscheiden muss. Liebe ist aber auch ein mächtiger Einfluss, der direkt von Gott kommt (Römer 5,5; 2. Kor. 5,14; Gal. 5,6) und nicht nur unser Denken, sondern auch unser Fühlen anspricht: Die Entscheidung, den Grundsatz echter, uneigennütziger Liebe, für sich selbst auch dann als Lebensinhalt anzunehmen, wenn noch kein schönes Gefühl dazu motiviert, ist sehr wichtig. Allein aufgrund der Annahme eines Grundsatzes werden wir aber wahrscheinlich nicht viele Liebeswerke tun (z.B. praktizierte Nächstenliebe, persönliches mitteilen der selbst erfahrene Gnade Gottes...). Übergeben wir jedoch Gott auch unsere Gefühlswelt, indem wir sie gleichzeitig von jeder unnötigen verkehrten Beeinflussung entziehen, wird Er unsere Gefühle so umwandeln, dass sie unter dem Einfluss Seiner Liebe zu einem mächtigen Antrieb dafür werden, Gutes zu tun und Gutes zu reden, sodass der verstandesmäßig anerkannte Grundsatz der Liebe mit Leben erfüllt wird und Früchte trägt. Man denke an Gefühle von Zuneigung, Mitleid, Freundschaft... Wer von solchen Emotionen motiviert wird, zählt nicht die Stunden, sondern freut sich, wenn er gutes tun und das Leid seines Mitmenschen mindern kann. Wie oft ist in der Bibel über Jesus zu lesen „es jammerte ihn“ als er in Kontakt mit leidenden, bedürftigen, unwissenden Menschen kam – und wieviel gutes hat er getan!
Es wird sich zeigen, dass erst in Verbindung mit Gott und Seinem Wort das von Ihm entworfene menschliche Gehirn zu der Funktion kommt, die vom Schöpfer beabsichtigt war und für die es daher auch am besten geeignet ist, was sich letztlich auch an der folgenden Freude zeigt. Das Zentrum unseres Denkens und Fühlens gelangt nun zu der Art Betätigung, für die es ursprünglich geschaffen wurde: zu ehrlichem, logischen Denken, zum Erkennen der wahren Unterschiede, zur freien Willensausübung bei gleichzeitiger, möglichst unzertrennlicher Verbundenheit mit dem stetigen, mächtigen Einfluss der Liebe Gottes, durch den wir zu uneigennützigem handeln und reden befähigt werden, zur Ich-Vergessenheit, zur liebevollen Verbundenheit mit dem Nächsten; allein Gottes Liebe kann uns z.B. befähigen eine echte, freundschaftliche Beziehungen einzugehen (ohne dass hierfür ein Interessensausgleich vorliegen muss), Gottes Liebe wird in uns auch einen Hass gegenüber der Sünde (Gegenteil von echter Liebe) bewirken, jedoch Mitleid und Hilfsbereitschaft gegenüber dem Sünder ...
Bei Ablehnung oder mangelnder Kenntnis von biblischer Wahrheit hingegen, ist man oft nicht in der Lage, zwischen echter Liebe und egoistischen Verhaltensweisen zu unterscheiden: Man wird dann z.B. leicht Schmeichelei, schönes Getue oder Verliebtheitsgefühle mit echter Liebe verwechseln - was zu folgenschwer falschen Entscheidungen führen kann; oder man pflegt selbst irgendwelche unehrliche, ungerechte Verhaltensweisen, die man für gut hält, weil man den korrekten Maßstab für eine richtige Differenzierung zwischen gut und böse nicht anwendet. Echte Liebe wird alleine von Gottes Wort korrekt definiert und veranschaulicht, siehe z.B. 1. Kor. 13,1-7; Joh. 13,34 + Joh. 14,23-26; Luk. 10,25-37; Markus 10,42-45; Luk. 6,27-38; Spr. 27,5+6; Spr. 3,11 ...
Quelle: www.heilsame-Geborgenheit.de Verwendete Bibel: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, (c) 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart