Zum Hauptinhalt springen

Religionsfinder

Woran kann man eine wohltuende Glaubensüberzeugung erkennen?

Welche Kriterien sprechen für eine aufbauende, heilsame Religion?
Welche Aussagen/Eigenschaften sprechen für eine gefährliche oder sinnlose Religion?

Angenommen es gäbe ein höheres Wesen, das mehr Macht und Tatkraft hätte, als wir Menschen uns das vorstellen können – was würdest du von ihm erwarten?
Was sind deine höchsten Ziele, deine größten Träume, deine gewagtesten Hoffnungen? Oder willst Du dich mit weniger zufrieden geben?

Das größte, was ich mir vorstellen kann, ist ein glückliches Leben ohne Ende, ohne Krankheit, Einsamkeit, quälende Arbeit, ohne bösartige, egoistische Menschen, ohne enttäuschte Hoffnungen, ohne zerbrochene Herzen ohne Schmerz, Leid und Tod.

Mein Wunsch konkret:
Ein höheres Wesen (ich möchte es Gott nennen), welches mir dies bietet, müsste die Macht haben, mich aus dem Nichts heraus neu zu schaffen, nachdem sich mein Körper im Grab, im Feuer...zersetzt hat. Die Annahme, ich würde automatisch nach dem Tode weiterleben, oder ein Teil von mir, wäre mir nicht stichhaltig genug. Denken, Fühlen und die gesamte Identität des Menschen hängt mit der richtigen Funktionsweise des Gehirns zusammen. Ist das Gehirn abgestorben (z.B. bei zu langem Sauerstoffentzug), gibt es nach jeder seriösen Wissenschaft kein intelligentes Leben mehr – zugegebenermaßen behaupten aber einige Religionen das Gegenteil.
Wenn auch einige Religionen von einer unsterblichen Seele ausgehen, so ist das doch eine recht vage Hoffnung, für die ich noch keine Beweise gefunden haben. Die Hoffnung auf ein neues Leben nach dem Tod wäre jedoch begründet, wenn ich einen Gott entdecken würde, der Schöpfermacht hat, der also aus dem Nichts heraus etwas erschaffen kann. Dieser könnte dann auch meinen nach dem Tod in kleinste Partikel aufgelösten Körper einschließlich dem Gehirn wieder so ins Leben rufen kann, dass ich mit meiner vorherigen Identität/Bewusstsein mich selbst „wieder erkenne“, dass meine Gedächtniseindrücke die selben sind wie vor dem Tod und ich meine Eltern, Kinder, Partner, Freunde... wieder erkenne und ein Wiedersehen feiern kann.

Schlussfolgerung:
An einen Gott zu glauben, der nichts übernatürliches tun kann und der keine Schöpferkraft hat, macht kaum Sinn. Ich bin daran interessiert, ob es einen Schöpfer gibt, der aus dem Nichts heraus etwas erschaffen kann, der über den Naturgesetzen steht. Ich muss Beweise dafür finden, ob es ein höheres Wesen gibt, das wirkliche Wunder bewirken kann. Er muss zum Beispiel todkranke Menschen in einem Moment gesund machen können. Er muss einem geistig zerrütteten Menschen in einem Moment inneren Frieden und klaren Verstand schenken können ...

Welche Indizien gibt es für einen Schöpfergott?
Wenn ich die Menschen, Tiere und gesamte Natur betrachte, wenn ich sehe, wie hochkompliziert die Lebewesen aufgebaut sind, liegt der Gedanke nahe, dass es einen Schöpfergott geben muss, denn sonst würde es uns alle nicht geben.

Was spricht dagegen?
Die Evolutionstheorie, sie behauptet, dass das Leben aus dem Nichts heraus alleine, ohne intelligente Macht entstanden ist.

Ein Gott müsste die Menschen dauerhaft mögen

Ein ewiges, glückliches Leben ohne jedes Leid ist nur dann denkbar, wenn ein Schöpfer seine Geschöpfe, insbesondere seine intelligenten Geschöpfe gern haben würde. Würde er sie nicht mögen, wäre man vor Leid auf Dauer nicht sicher. Ich kann auch nur dann jemanden vertrauen, wenn dieser mich dauerhaft mag oder liebt – und nur wenn ich einem Gott vertrauen kann, kann ich ihm auch glauben, dass er mich nach dem Tode neu erschaffen wird. Wenn kein Vertrauen in dieses übernatürliches Wesen möglich wäre, müsste ich doch immer in Unsicherheit leben.

Mein Bedürfnis:  Bildung eines solches Vertrauens.
Ich muss Gott als vertrauenswürdig kennenlernen; ich muss Ihn so gut kennen lernen, dass ich mir sicher sein kann, dass Er mich wirklich mag.
Wenn ich Gott aber nicht so einfach sehen und hören kann, bin ich darauf angewiesen, dass Er sich mir von sich aus zeigt, dass Er mir zeigt, wer er ist, was seine Absichten und Eigenschaften sind und wie ich ihn kennen lernen kann. Außerdem müsste er Antworten auf meine wichtigsten Fragen zum Leben geben, damit ich manche augenscheinlichen Widersprüche verstehen kann.
Wenn er das mit Intelligenz ausgestattete Wesen Mensch wirklich mag, dann möchte er logischerweise auch mit ihm kommunizieren, er möchte sich ihm so weit wie möglich zeigen. Liebe will sich ausdrücken und nicht im geheimen bleiben.

Schlussfolgerung:
Ich will einen Gott der mich liebt und der mir das auch klar und deutlich zeigt (beweis- bar), damit ich auch Vertrauen Ihm gegenüber entwickeln kann.
Er muss sich mir so klar zu erkennen geben, dass ich ihm eine ursprünglich perfekte Schöpfung zutrauen kann. Hätte er als allmächtiges Wesen absichtlich das Leid in seine Schöpfung mit einbezogen, wäre er kein liebender Gott – er hätte ja das Leid dann selbst gewollt.

Meine Verantwortung:
Tatsache ist, dass sich Gott nicht jedem so einfach zeigt; offenbar möchte er sich solchen Menschen, die nichts von ihm wissen möchten, nicht als existent aufdrängen. Folglich muss ich ihn suchen, wenn ich seine Offenbarung erleben möchte. 

Was spricht für einen vertrauenswürdigen Gott?
Es gibt verschiedene Religionen, die behaupten, eine Offenbarung Gottes zu besitzen, die Christen z.B. mit der Bibel, die Moslems mit dem Koran ...
Es gibt Menschen, die behaupten mit Gott zu reden bzw. zu beten und die auch angebl. Antwort bekommen (Gebetserhörungen in Form von übernatürlichen Vorgängen, Wundern).
Es gibt viele Berichte von bösartigen, süchtigen, kriminellen Menschen, die durch das Kennenlernen Gottes in lammfromme, feindesliebende Menschen umgewandelt wurden.
Der enorm intelligente Entwurf der Natur, vom Atom über Gene, die Zelle bis hin zu den Himmelskörpern spricht für einen Gott, der etwas schaffen kann und der sich auch um seine Schöpfung sorgt, bzw. der ursprünglich etwas perfektes entworfen hat. Dass der Mensch ca. 100 Milliarden Gehirnzellen hat, spricht dafür, dass Gott sich ihm zeigen und mit ihm kommunizieren möchte.

Was spricht dagegen, dass Gott die Menschen mag und dass man ihm vertrauen könnte?
a. Die Evolutionstheorie. Hätte ein Gott (der aus dem Nichts etwas hervorbringen kann) das Leben samt Menschen über die Evolutionstheorie geschaffen, wäre er ein Tyrann und kein liebender Gott, denn er hätte von vornherein Leid, Angst, Schmerz und Tod mit in seinen Schöpfungsplan einbezogen – der Stärkere würde sich dadurch weiterentwickeln, indem er den Schwächeren versklavt oder umbringt.
b. Die Tatsache, dass es heute Leid auf der Welt gibt (selbst wenn er ursprünglich alles perfekt erschaffen haben sollte). Würde er die Menschen mögen, warum lässt er dann heute Leid zu? 

Was bedeutet die Tatsache, dass wir mit Intelligenz ausgestattet sind?

Wenn die Evolutionstheorie recht haben würde, dann hätte sich das Gehirn durch Überlebenskampf zu einem immer leistungsfähigeren Organ entwickelt, was dem Menschen Vorteile gegenüber anderen Lebewesen verschafft hätte:

Im Laufe der Jahrtausende hätten nur die Menschen überlebt, die ihre Intelligenz besonders geschickt nutzten, um sich durch Kampf, Tricks, Lüge, Bandenbildung... gegen die anderen durchzusetzen und auf ihre Kosten weiterzuleben. Demnach wäre auch unser Gehirn, als deren Nachkommen, in erster Linie auf egoistische Selbstbehauptung im Überlebenskampf ausgerichtet, denn der Stärkere und Intelligentere ist lt. Evolution dazu bestimmt, sich durch Unterdrückung des Schwächeren immer höher zu  entwickeln. Vernünftige Menschen würden zwar so argumentieren:
Da wir durch Evolution zu intelligenten und auch moralisch denkenden Wesen wurden, stehen wir nun in der Verantwortung dass wir uns aufgrund unserer geistigen Leistungsfähigkeit über das Prinzip von Kampf und Ausbeutung des Schwächeren hinwegsetzen und uns neue Lebensweisen erdenken, mit denen ein friedliches zusammenleben mit anderen Menschen erreicht werden kann – solche Lebensgewohnheiten, die es einem ermöglichen, in der Gesellschaft anderer Menschen glücklich und sicher leben und Kinder in geordneten Bahnen aufwachsen lassen zu können.
Jedoch würde sich der Mensch aufgrund seiner egoistischen Natur (die sich über viele Jahrtausende entwickelt hat) nur sehr begrenzt an eine solche vernünftige und gerechte Lebensart halten können. Insbesondere würden sich reiche und mächtige Zeitgenossen das evolutionistische Prinzip der Macht des Stärkeren über den Schwächeren zu eigen machen um aus egoistischen Gründen andere Mitmenschen zu unterdrücken. Sie würden leicht in der Evolutionstheorie für sich ein naturgegebenes Recht entdecken, das es ihnen erlaubt, sich auf Kosten der Schwächeren weiter zu entwickeln.

Angenommen, wir wurden von einem Gott erschaffen, dann stellt sich auch die Frage, was es bedeutet, dass Er uns mit einem so extrem leistungsfähigen Gehirn ausgestattet hat. Hätte sich Gott nicht auch mit den Tieren begnügen können?
Gründe: Gott wollte ein Wesen schaffen, das die Möglichkeit haben sollte, sich frei entscheiden zu können und nicht nur seinen einprogrammierten Instinkten zu folgen. Er wollte ein Wesen haben, das sich freiwillig dazu entscheiden könnte, Ihn als seinen Schöpfer zu erkennen, anzuerkennen und zu lieben.
Er wollte außerdem mit solch einem denkenden Geschöpf gerne frei kommunizieren. Dieses Geschöpf ist außerdem aufgrund seiner Geisteskräfte dazu bestimmt, zu einem großen Teil sein Leben frei zu gestalten.
Es hat auch das Potential, geistige Beziehungen, Freundschaften... zu anderen intelligenten Wesen zu pflegen, genauso wie auch das Potential, egoistische Strategien zu entwerfen um sich auf Kosten anderer selbst zu erhöhen. Auch hat es die Möglichkeit, sich von seinem Schöpfer abzuwenden.

Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass wir über viel Intelligenz verfügen:
Wenn es einen Gott gibt, der sein Geschöpf Mensch mit einer solch großen geistigen Leistungsfähigkeit ausgestattet hat, dann möchte er sich ihm in einer solchen Art und Weise offenbaren, wie es seiner Intelligenz entspricht. Niemand erfindet ein hochkompliziertes Gerät, um es nachher nie zu gebrauchen oder um es nur zu ganz primitive Aufgaben zu nutzen – nein, er hat es bewusst so komplex gebaut, um es nachher entsprechend seiner gedachten Bestimmung einzusetzen. Wenn es einen Gott gibt, der den Menschen so intelligent erschaffen hat, dann möchte er auch seinen Intellekt fordern, er möchte von ihm entdeckt werden, möchte mit ihm eine liebevolle Beziehung aufbauen und ihm vieles erklären. Er möchte ihn also über seine Intelligenz erreichen und nicht nur über seine wechselhaften Gefühle, Triebe und Phantasien.
Ein einheitliches Gottesbild, das viele Menschen gleichzeitig haben können, die sich dann wiederum gut miteinander verstehen, sich zusammenfinden und Gott gemeinsam einheitlich verehren, könnte auch nur dann entstehen, wenn sich ein Gott an die Vernunft des Menschen richtet. Würde es den Gefühlen, Leidenschaften und Phantasien überlassen bleiben, Gott zu erkennen, dann gäbe es so viele Glaubensarten wie Menschen und die Überzeugungen würden sich laufend ändern. Das heisst, wenn es ein vernünftiges Zusammenwirken und Zusammenleben von Gläubigen Menschen geben soll, dann wird eine einheitliche Offenbarung Gottes benötigt, ein für alle gültiger Maßstab, der sich an den Verstand des Menschen richtet. Damit ein denkender, vernünftiger Mensch so etwas als Offenbarung eines Gottes akzeptieren kann, sind unbedingt genügend aussagekräftige Beweise notwendig, aus denen hervorgeht, dass dieses Buch, diese Information... von einem übernatürlichen Wesen stammen muss.
Da ein Gott, der Mensch und Natur erschaffen hat, extrem intelligent und vorausdenkend sein muss, kann man davon ausgehen, dass er sich nicht in einer verwirrenden Art und Weise dem Menschen offenbaren wird. Er muss auch seine grundlegenden Eigenschaften und Absichten nicht immer wieder korrigieren und verändern, er wird sich auch nicht selbst widersprechen, sondern erweckt u.a. durch seine Beständigkeit und gleichbleibende Art Vertrauen.

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Religionen:
Bei der einen muss man seinen Verstand ausschalten (zumindest teilweise), um ihre Aussagen glauben zu können oder um religiöse Erfahrungen zu machen. Das teilweise Ausschalten ist z.B. denkbar durch fernöstliche Meditation, bestimmte Musik, evtl. zusammen mit intensivem Tanzen, Drogen, moderne Medien, extrem häufiges Wiederholen von einem Gesang, Bildern, Worten... durch solche Dinge kann Trance oder Extase hervorgerufen werden, also ein Bewusstseinszustand, in dem man zu einem Großteil seine Urteilsund Entscheidungsfähigkeit, sowie sein selbständiges logisches Denken verliert.
Bei der anderen Art Religion muss man seinen Verstand einschalten um zum Glauben finden zu können und um Gott zu erleben.

Nach den bisherigen Ausführungen zeigt sich, dass ein Schöpfer von 100 Milliarden Hirnzellen wirklich Grund dazu hätte, beleidigt zu sein, wenn dieses intelligentes Wesen die Leistung des Gehirns auf irgend eine Weise auch nur zeitweise herabzusetzen versucht – und womöglich noch denkt, es könne so besser in Kontakt mit seinem Schöpfer treten.
In der selben geistigen Verfassung, in der wir in Schule, Studium und Beruf gute geistige Leistung bringen können, sollten wir auch die Religionen prüfen und nach Kontakt mit Gott suchen – es bestünde sonst u.a. die Gefahr, von einer gefährlichen Religion/Sekte verführt zu werden.

Meine Verantwortung:
Wenn ich wissen will, ob es einen Gott gibt, der sogar das menschliche Gehirn erschaffen hat, dann muss ich ihn mit eingeschaltetem Verstand suchen. Genauso wie ich in der Schule, im Studium und Beruf meine ganzen Geisteskräfte einsetze, um einmal möglichst viel Geld zu verdienen, muss ich meine gesamten Geisteskräfte und auch angemessen viel Zeit dafür einsetzen, um nach einer intelligenten Offenbarung Gottes zu suchen und eventuelle Beweise hierfür zu prüfen. 

Kurz auf den Punkt gebracht:

Was spricht für einen intelligenten Gott, der auch den Einsatz von Intelligenz von seinem Geschöpf fordert?
Die Tatsache, dass es das hochkomplizierte Gehirn des Menschen gibt, wie auch die Tatsache der übrigen Schöpfung.

Was spricht dafür, dass es einen Gott gibt, der sich nicht in erster Linie an den Verstand des Menschen richtet?
Es gibt viele Religionen, die behaupten, dass man durch unnachvollziehbare Riten und Zeremonien Gott erfahren kann oder durch teilweises Ausschalten der Intelligenz (z.B. durch exzessiven Tanz, durch fernöstliche Meditation, Drogen...)

Was spricht dafür, dass kein intelligentes höheres Wesen existiert?
Die Tatsache, dass es Leid und Tod gibt. Das Chaos auf der Welt. Die Evolutionstheorie, mit der kann man ganz Atheist sein.

Meine Verantwortung:
Ich habe die Wahl der Entscheidung. Es liegt an mir, ob ich mich gründlich und ausgewogen informiere, damit ich mich dann auch bewusst richtig entscheiden kann.

Konsequenz aus der Tatsache, dass mir Gott die freie Entscheidung zugesteht:

Wenn Gott mich liebt und mir ein leistungsfähiges Gehirn schenkte, dann wird er zulassen, dass ich freie Entscheidungen treffen kann. Damit ich mich frei und bewusst entscheiden kann, gibt er mir die nötigen intelligenten Informationen darüber, um was es eigentlich geht und wer er ist, wenn ich intensiv danach suche. Er wird mir die freie Wahl darüber lassen, ob ich Ihn zurückliebe und ehre oder ob ich mich gegen ihn entscheide. Echte Liebe ist immer freiwillig, wäre sie erzwungen, dann wäre es keine Liebe.

Wenn ich Entscheidungsfreiheit habe, dann kann ich mich auch gegen den Gott der Liebe (gäbe es ihn) und gegen die Grundsätze der Liebe entscheiden. Würde Gott mich aber dann an der Ausführung meiner falschen Entscheidung sofort hindern (z.B. mich zurückhalten, wenn ich jemanden verletzen oder ausnutzen will) und mich sofort zur Rechenschaft ziehen und gerecht bestrafen, dann würde ich/die Menschheit vor lauter Angst keine falschen Entscheidungen treffen und durchführen. Damit der Mensch also wirklich frei entscheiden und auch frei handeln kann, müsste es dieser Gott über einen begrenzten Zeitraum zulassen, dass sich Menschen gegen die Grundsätze der Nächstenliebe entscheiden und dass dann andere ungerechterweise darunter leiden müssen.

Was wäre die Konsequenz, wenn es einen Gott gäbe, der mir die Entscheidungsfähigkeit raubt und mich evtl. sogar zwingen will?

Es wäre dann kein Gott der mich mag. Er hat nicht im Sinn mich über meinen Intellekt anzusprechen und mich mit logischen, guten Argumenten zu überzeugen, mich zu einer freiwilligen Entscheidung für das Gute zu bewegen.

Die Entscheidungsfähigkeit rauben könnte er mir z.B. dadurch, dass er versucht, mich von den besten Informationsquellen abzuhalten, die mich über die wirklich wichtigen Unterschiede/Gegensätze im Leben aufklären und es mir damit ermöglichen, dass ich richtig differenzieren und danach bewusst wählen kann.
Eine böse übernatürliche Macht müsste sich nicht als solche vorstellen. Sie würde vielleicht versuchen, den Menschen durch Lüge, Geheimniskrämerei und durch das Ansprechen seiner bösen Neigungen, zu verführen. Sie würde wohl versuchen, solche Denkprogramme in seinem Gehirn zu installieren, die es ihr ermöglichen, Macht auf sein Denken und Willen und damit auf sein ganzes Verhalten und Leben auszuüben, damit sie ihn als ihren Sklaven halten kann. Sie wird bestimmt versuchen, das Urteils- und Entscheidungszentrum im Gehirn auszuschalten oder zu manipulieren, um es danach beherrschen zu können. Vielleicht wird sie versuchen, ihr Opfer durch verwirrende Denkprogramme dahin zu verführen, dass dieses nicht mehr zwischen gut von böse und zwischen Realität und Phantasie/Betrug unterscheiden kann. Vielleicht wird sie den Menschen animieren Alkohol und Drogen zu nehmen,damit er die Beherrschung über sich selbst verliert, vielleicht wird er zu Hypnose oder hypnoseähnlichen Zuständen verführt, in welchen er unkritisches Denken und willenlosen Gehorsam lernt.
Diese böse, übernatürliche Macht würde auch versuchen, den Menschen davon abzuhalten, den Gott der Liebe kennen zu lernen (angenommen, es gäbe ihn), damit er von diesem mächtigen, liebenden Gott nicht etwa befreit würde.
Dass es nur eine allmächtige Kraft gibt, die dann auch noch bösartig ist, ist nicht glaubhaft. Denn dazu gibt es immer noch zu viel schönes und gutes auf der Welt.
Wenn es irgendeine böse übernatürliche Macht gibt, muss es im Grunde auch eine gutartige übernatürl. Kraft geben, die die erstere in Schranken hält.

Und wenn es eine übernatürliche Macht gibt, die irgendwann einmal alles erschuf, die die Welt samt Menschen daraufhin aber sich selbst überlassen hat, die also keinerlei Kontakt zu ihnen wünscht und alles laufen lässt?
Warum gibt es dann aber so viele Menschen, die behaupten mit Gott zu kommunizieren oder Gebetserhörungen bzw. ähnliche Erfahrungen zu erleben? Sind das alles Spinner und Lügner? Was wäre das für ein komisches Wesen, das so komplizierte Lebewesen entwirft, sich danach aber nicht mehr um sie kümmert, sondern dem Leid und Tod tatenlos zusieht!
Kann es sein, dass es neben einem liebenden Gott auch eine gehässige übernatürliche Macht gibt? Immer wieder hört man von Schwerverbrechern, dass sie von einer (inneren) Stimme gezwungen oder überredet wurden, den Mord, Totschlag ... zu begehen. Diese werden üblicherweise als psychisch oder geistig krank erklärt. Aber was ist ihre Vorgeschichte? Haben sie sich vielleicht mit Okkultismus eingelassen? Könnte es sein, dass es wirklich solche Stimmen gibt, die nicht von einem kranken Gehirn sondern von einer bösen Intelligenz außerhalb des Menschen stammen? (Natürlich kann aber auch das Gehirn erkranken, was seltsame Auswirkungen nach sich ziehen kann).
Wenn man die Existenz einer übernatürlichen bösen Macht voraussetzt, könnte man damit auch leichter das Erscheinen vieler solcher grausamer Naturkatastrophen erklären, die nicht durch böse/geldgierige Menschen verursacht wurden, für deren Auftreten nicht die falschen Entscheidungen freier Menschen als Grund angenommen werden können.
Aufgrund dem verheerenden Ausmaß von Haß, Irrsinn und Zerstörung, die in der Welt existieren, kann man schon vermuten, dass es eine böse übernatürl. Kraft bzw. Person gibt, die Menschen entsprechend anstachelt.
Warum würde aber eine solche Macht nicht vom Gott der Liebe beseitigt, wenn es Ihn denn gibt?
Man muss annehmen, dass Gott auch einem übernatürlichen Wesen eine freie Entscheidung und freie Entfaltung zugesteht, wie auch dem Menschen und dass er damit auch das Risiko eingeht, dass andere Geschöpfe leiden müssen, wenn sich ein übernatürliches Wesen falsch entscheidet.
Handelt es sich um einen Gott der Liebe, dann muss man annehmen, dass Er jedem intelligenten Wesen auch die Möglichkeit einräumt, wieder zum guten hin umzukehren, nachdem es gesehen hat, wohin seine Entscheidung gegen Gott führte. Außerdem muss man auch annehmen, dass nach einer gewissen Zeit, in der jeder die Möglichkeit der Umkehr annehmen konnte, alle beharrlich ungerechten Wesen beseitigt werden, damit das Leid ein Ende nimmt.
Aber hätte ein Gott der Liebe nicht doch das Leid irgendwie verhindern können? Wie schlimm ist es doch, wenn man jahrzehntelang in bitterer Armut, Hunger, Krankheit, Sklaverei ... leben muss.
Das Problem ist, dass ein Schöpfer, der ein intelligentes Wesen schafft, das dazu bestimmt ist, frei entscheiden und handeln zu können, in dem Moment seine Allmacht ein ganzes Stück weit eingeschränkt hat. Das ist natürlich kein Trost für leidende  Menschen. Wenn man nur ein kurzes Leben vor sich sieht, das dann noch so viel Not und Schmerz beeinhaltet! Man bedenke aber folgendes: Gäbe es wirklich einen Gott, der mir ewiges, glückliches Leben nach dem Tod ermöglicht, dann würde ich ein Leben, das mich auf dieser Welt für nur ein paar Jahrzehnte in Armut und Leid stürzt, nicht mehr als die größte Katastrophe ansehen, sondern ich hätte eine total andere Perspektive gewonnen. Man bedenke auch, dass es gerade in armen Ländern, in denen viel Not herrscht, sehr viele gläubige Menschen gibt. Offenbar ist für sie ihr Leid kein Argument gegen Gott. Man sollte mal solche Menschen nach dem Grund ihres Glaubens fragen, um eine andere Sicht kennen zu lernen.
Welche Perspektive würde man wohl zum Leid einnehmen, wenn man mal einige Jahrtausende in der Ewigkeit glücklich und kreativ verbracht hätte und auf 70 Jahre Leidenszeit auf dieser Welt zurückblickte? Man hätte selbst erlebt, wie eine Gesellschaft getrennt von Gott und von seinen Grundsätzen der Liebe entartet und wie sehr Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit und Gier die Lebensqualität vermiesen können. Vermutlich wäre man sogar irgendwann einmal dankbar für diese Erfahrung. Man wäre damit auch weniger/nicht mehr in der Gefahr, sich erneut von der Quelle der Liebe abzuwenden. 

Meine Verantwortung:
Ich muss mich fern halten von solchen Verhaltensweisen, Religionen und Menschen, durch die meine freie Entscheidungsfindung behindert wird. Ich vertraue nicht einem Menschen, einer Religion oder irgendeiner Zeremonie, die sich nicht logisch und schlüssig erklären lässt, sondern die alles mit einem Geheimnis umgibt (z.B. Magier, Pendler, Wünschelrutengänger, Wahrsager), denn wer gutes im Sinn hat, kann offen ans Licht damit kommen. Echte Liebe möchte sich ausdrücken, verstanden werden, kommunizieren.
Damit ich nicht selbst zu der Sorte Mensch werde, die anderen weh tut, hinterfrage ich mich selbst. Ich behalte einen offenen Geist und überlege immer wieder, ob meine Denkprogramme, Überzeugungen und daraus resultierende Lebensweise etwas gutes oder böses in meiner Umwelt bewirken. Ob sie mich dauerhaft weiterführen, glücklicher und gesünder werden lassen, oder ob sie nur zu kurzfristigen Genüssen/Vorteilen auf Kosten anderer führen.

Konsequenz aus dem Versprechen, es gäbe eine Ewigkeit ohne Leid, Hass, Krieg

Folglich können dort in die Ewigkeit nicht alle Menschen hinkommen, sondern nur solche, die fähig und bereit sind, bis in alle Ewigkeit friedlich zusammen zu leben, sonst gäbe es dort ja wieder Leid, Hass,
Ungerechtigkeit ...
Ein Gott, der ewiges Leben ohne Leid anbietet, der aber dem Menschen hinsichtl. seiner Lebensweise und Charakterbildung die freie Wahl und Entfaltung zugesteht, muss fähig dazu sein, frei denkenden Menschen so weit zu überzeugen, dass sie bereit werden, jede Art von Lieblosigkeit ganz und gar abzulegen. Außerdem muss er ihnen auch die Kraft schenken, diesen Wunsch dann auch in der Realität dauerhaft ausleben zu können.
Eine andere Konsequenz, die das Versprechen eines ewigen Glücks nach sich zieht, ist, dass die Menschen, die nicht bereit sind, freiwillig ihrer Lieblosigkeit/Egoismus/Habsucht abzusagen, keinen Zugang zu diesem Ort ewigen Glücks erhalten. Sie müssen letztlich sterben, aufhören zu existieren. Würden sie auf einer anderen Welt mit ihrer egoistischen, gierigen ... Wesensart ewig leben, wäre das Glück der friedfertigen doch kein echtes, denn sie wüssten, dass sich viele ihrer früheren Bekannten auf ihrer Welt bis in Ewigkeit gegenseitig ausnützen, ärgern und quälen bzw. dass sie sich gegenseitig umbringen und nur die Mächtigsten und Boshaftesten überleben.

Schlussfolgerung:
Ein Gott, der ein Leben in ewigem, unaufhörlichen Glück verspricht, muss also Gericht halten und zwischen zwei Gruppen von Menschen unterscheiden: Zwischen denen, die fähig sind, in die Ewigkeit einzugehen,
ohne wieder anzufangen durch Egoismus, Habsucht, Neid und Hochmut andere Geschöpfe zu verletzen und deren Glück zu mindern und zwischen denen, die sich nicht von ihren lieblosen Denk- und Verhaltensweisen abwenden wollen, bei deren Anwesenheit kein dauerhaftes Glück möglich ist.

Meine Verantwortung:
Ich muss bei meiner Suche nach einer sinnvollen Religion darauf achten, ob eine Religion einen Maßstab hat, durch den konsequent und intelligent zwischen gut und böse, zwischen echter Liebe und Selbstsucht
unterschieden werden kann. Ihre Theorien müssen so gut und intelligent sein, dass sie den Menschen überzeugen können, auch solche egoistische Verhaltensweisen abzulegen, die einen kurzfristigen Vorteil oder Genuss verschaffen. Diese Religion muss durch ihre Prinzipien, Weisheiten, Geschichten, Zeremonien ... solche Denkprogramme bzw. Gewohnheiten im Gehirn installieren, die es ihm leichter ermöglichen, sich nach dem soeben genannten idealen Maßstab auszurichten, der uneigennützige Nächstenliebe gutheißt und Hartherzigkeit/ Überheblichkeit/ Habsucht... verurteilt. Dabei muss sie aber Wille und Vernunft des Menschen miteinbeziehen, damit immer die Freiwilligkeit gegeben bleibt.
Wenn sich so ein Mensch durch intensive Beschäftigung mit dem idealen Maßstab und durch die Erkenntnis der Liebe Gottes völlig neue Vorsätze und Ziele steckt, dann fragt sich aber doch noch, wie er diese in der Lebenspraxis wirklich in die Tat umsetzen kann, siehe hierzu das nächste Thema.
Verantwortung des Menschen ist also, danach zu fragen und zu suchen, ob es einen Gott gibt, der ihn über alles mag und seinen Maßstab zur Unterscheidung von gut und böse zu finden, zuerst zu prüfen ob dieses Dokument wirklich von einem allmächtigen Gott kommen kann und es danach, wenn dies zutrifft, intensiv zu studieren.
Einer Religion, die keinen idealen Maßstab zur Trennung zwischen gut und böse hat und die den Menschen nicht zu einem idealen Charakter hin umverändern kann, der kann man nicht vertrauen, wenn sie behauptet, sie würde zu einem ewigen Leben ohne Leid hinführen.

 

 

Wenn es einen Gott gibt, der mich mag, wird er keine unerfüllbaren Forderungen stellen

Wenn die Bedingungen zur Erlangung ewigen Lebens so hoch sind, dass ich mir nie sicher sein kann, ob ich nun schon genug religiöse, moralische oder finanzielle Pflichten erfüllt habe, dann würde ich in dauernder Unsicherheit leben. Außerdem wäre mein Handeln und Reden vor allem von dem Zwang geprägt, Gottes hohe Anforderungen erfüllen zu müssen. Ich könnte mich nicht wirklich in Nächstenliebe auf meine Mitmenschen einstellen, weil mein ganzes Tun von dem egoistischen Zwang bestimmt wäre, die Anforderungen Gottes für mein eigenes ewiges Glück erfüllen zu müssen.
Der Mensch hat durch Vererbung, Erziehung und Gewohnheit üblicherweise viele Schwächen und Fehler angenommen. Jeder weiß dies von sich selbst. Man kann zwar durch Willenskraft einiges verändern, jedoch nicht wirklich grundlegend. Da gibt es Ängste, Krankheiten, Süchte, unzählige egoistische Verhaltensweisen, Überheblichkeit, Neid, keine Lust auf religiöse Weiterbildung, keine Energie für gemeinnützige Betätigungen ... Stattdessen hat man genügend Energie um irgendwelche nutzlose, selbstzerstörerische oder auch beziehungsschädigende Hobbys oder Gewohnheiten auszuüben oder durch Anwendung von Zeitfressern wie Fernsehen oder Computerspiele die wichtigsten Fragen des Lebens ganz weit in den Hintergrund zu schieben.

Wenn nun eine Religion vom Menschen verlangt, sich grundlegend zu ändern, vielleicht durch bessere Vorsätze, Willenskraft und Einübung, dann kann dies das Religionsmitglied bis hin zur Verzweiflung führen.
Was können die Auswirkungen einer solchen Religion sein:
1. Ich versuche mit vielen Bemühungen die Anforderungen Gottes zu erfüllen, bleibe aber ehrlich zu mir selbst und merke immer wieder, dass ich es einfach nicht schaffe. Mit der Zeit werde ich entweder depressiv oder ich bekomme irgendwann einen Haß auf Gott, weil ich wegen dessen vieler Vorschriften mein Leben nicht mehr genießen kann.
o d e r
2. Ich werde irgendwelche oberflächliche bzw. zweitrangige religiöse Pflichten erfüllen und mir daraufhin einbilden, dass ich nun besonders fromm bin. Ich werde denken, dass ich nun Gottes Verheißung des ewigen Lebens durch meine viele Mühen verdient habe. Auch werde ich leicht überheblich gegenüber solchen Mitmenschen, die nicht so viele spirituelle Pflichten erfüllen wie ich. Nach außen hin wird man so zu recht als Heuchler wahrgenommen, weil man eigentlich Egoist geblieben ist, vielleicht ist man noch hochnäßiger geworden, als zuvor, bevor man gläubig wurde.

Allerdings müssen Gottes Anforderungen an den Charakter der Menschen hoch sein, denn wie bereits thematisiert wurde, muss der Mensch eine neue liebevolle, demütige und Du-zugewandte Wesensart erlangen, wenn er denn in eine glückliche Ewigkeit eingehen will, die nicht durch seine eigene Lebensweise wieder irgendwann im Unglück endet. Warum ein liebender Gott den Menschen nicht durch ein Wunder zwangsweise zum guten hin umwandeln wird, wurde auch schon erläutert.

Ich sehe nur einen Ausweg aus diesem Dilemma:
Der Mensch muss einen solchen Gott kennen lernen, der ihn durch seine Art so fasziniert, dass er Ihn als sein ganz großes Vorbild annimmt und verehrt – dass er Ihn immer besser kennenlernen möchte. An Jugendlichen, die ein Idol verehren, sieht man, wie sehr Menschen schon von anderen schwachen Menschen fasziniert werden können. Sie wollen ähnlich sein wie ihr Idol. Wer so oder noch viel stärker einem Gott zugeneigt ist, wird auch in seinem idealen Maßstab zur Unterscheidung von echter Liebe und Selbstsucht viel studieren. Er wird bald den Wunsch haben, seinem Idol ähnlich zu werden.
Allerdings wird er, wenn er ehrlich zu sich selbst ist, sich auch früher oder später eingestehen, dass er aus eigener Kraft nie dort hin kommen wird.
Jedoch will er so werden, das heißt, dass er sich entschieden hat, so zu werden wie sein Gott es ihm vorlebt und lehrt. Er will also nicht nur bestimmte religiöse Praktiken einhalten, sondern Gottes Wesen und Charakter der Liebe widerspiegeln.
Damit hat er eigentlich die wichtigste grundlegende Voraussetzung erfüllt, für die er als Mensch zuständig ist: Er hat eine gut überlegte Entscheidung getroffen, nachdem er Gott gesucht und seine Weisheiten fleissig studiert hat.
Wenn es nun wirklich diesen Gott der Liebe gibt, dann kann sein Nachfolger ihm vertrauen, dass Er durch seine grenzenlose Macht ein neues Wesen aus ihm macht. Durch diese Umgestaltung, die durch Gottes
Wirken geschieht und nicht durch menschliches Verdienst, wird der Mensch befähigt, all das abzulegen, was nicht den Grundsätzen echter Liebe standhält. Aber nicht nur das. Er wird nicht nur irgendwelche Dinge aufgeben. Gleichzeitig bekommt er Freude und damit auch Energie auf solche Verhaltensweisen und Gewohnheiten, durch die er ein Segen für seine Umwelt wird und Gott ehrt.
Da er diese Umwandlung seines Wesens durch Gottes Kraft erfahren hat, wird er nicht hochmütig gegenüber anderen, denn er hat diese grundlegende Veränderung nicht durch eigene Leistung bewirkt (auf die er stolz sein könnte), sondern er hat sie von Gott geschenkt bekommen.

Wenn Gott auch die Macht hat, das Wesen des Menschen auf dessen Wunsch hin in einem Moment zum guten hin zu verändern, so muss man trotzdem davon ausgehen, dass es auch nach dieser Umgestaltung noch vieles geben wird, das der Gläubige erst im Laufe der Zeit seines Lebens mit Gott als schlecht oder als gut erkennen wird. Dann wird immer wieder eine Entscheidung nötig sein, wie auch die Kraft Gottes zur Veränderung. Obwohl also auch ein Mensch, der mit Gott lebt, noch ein Wachstum vor sich hat, weil er zu Beginn seines Weges (und auch als Fortgeschrittener) nicht alles verstanden und sich nicht in allem entschieden hat, würde ihm ein wohlwollender Gott die Annahme (einschließl. ewigem Leben) schon zu Beginn seines Glaubensweges zusprechen, sofern er sich zu einer ernsthaften, treuen Nachfolge entschlossen hat.

Wäre dies nicht der Fall (wenn der Mensch also erst ein bestimmtes Niveau erreichen müsste, bevor ihn Gott annimmt), würde er unter den Druck geraten, sich seine Errettung erst einmal bis zu diesem Level durch eigene Leistung verdienen zu müssen oder die Zeit bis dahin irgendwie überbrücken zu müssen (in der Hoffnung, zwischenzeitlich z.B. nichts falsch zu machen, nicht zu sterben...) – er bliebe damit auch wieder in großer Unsicherheit hinsichtl. seiner Erlösung.

Wenn ein Mensch, der normalerweise mit Gott lebt, die Beziehung zu Ihm vernachlässigt und rückfällig bzw. irgendwie schuldig wird, dann wird ihn ein Gott der Liebe nicht von sich stoßen, sondern zu einer realistischen Selbsteinschätzung motivieren, sodass er sein Vergehen einsieht. Hat er seine Schuld erkannt, kann er sich wieder entscheiden, ob er diese bereuen und wieder zu Gott umkehren möchte. Der Weg zurück steht ihm offen bei einer guten Religion, er muss seine Schuld nicht abarbeiten oder durch gute Werke ausgleichen, denn es käme dann wieder die Unsicherheit auf, ob er denn schon genug getan haben mag, um seine Schuld auszugleichen. Sofern er Gottes Vergebung als Geschenk annimmt und er sich wieder für Seine Grundsätze entscheidet, wird er allerdings so gut wie möglich geschädigte Mitmenschen entschädigen und sich mit allen wieder versöhnen.
Natürlich müsste der letzte Absatz sinngemäß auch den Menschen gelten, die keinen Bezug zu Gott haben.

Schlussfolgerung und eigene Verantwortung:
Statt mich dauernd über die eigenen Schwächen und Fehler zu ärgern, wie auch über die erfolglosen Versuche mich selbst grundlegend in meinem Wesen zu verbessern, sollte ich lieber nach einem Gott suchen, der mir nicht nur ein tolles Ziel vorhält, sondern auch übernatürliche Liebe und Energie schenkt, durch die es mir erst ermöglicht wird, mein Leben grundlegend zu verbessern. Sobald ich mich ernsthaft entschieden habe, mich Ihm anzuvertrauen und Ihm nachzufolgen, wird Er mir bereits die Verheißung ewigen Lebens zusprechen. Meine uneigennützigen Worte und Taten, die danach mein Leben prägen, sind der Ausfluss von Gottes Liebe, durch die Er mich verändert hat und mit der Er mich dauerhaft ausstattet, wenn ich dauernde Gemeinschaft mit Ihm habe, mein Denken und Fühlen in aller erster Linie von seinem Vorbild und seinen Weisheiten prägen lasse und alle unnötigen gegenteiligen Einflüsse ablehne. Liebe und Dankbarkeit über die Tatsache meiner Errettung werden mich anspornen, anstelle dem inneren Zwang, durch gute Werke ewiges Leben verdienen zu müssen.
Könnte ich wirklich die Annahme und Vergebung eines liebenden Gottes erfahren, dazu noch eine Ausstattung mit neuen Fähigkeiten und Energien, mit denen ich von Herzen Nächstenliebe üben kann, dann könnten mich auch keine Minderwertigkeitsgefühle oder Schuldgefühle mehr seelisch fertig machen. Mein Reden und Tun müsste nicht mehr von der Motivation getrieben sein, mein „Gesicht wahren zu müssen“, ich müsste mich nicht mehr verstellen, um vor meinen Mitmenschen „schön dazustehen“ – denn es ginge dann in meinem
Leben gar nicht mehr so sehr um mich und um meine Ehre.

Der Gott einer wohltuenden Religion zeigt also den Menschen durch sein Reden und Handeln auf, welch hohen Wert sie in Seinen Augen haben, jedoch wird er sie niemals zum Hochmut anspornen.
Stolz im Sinne von Hochmut kann nicht von einem Gott gewollt sein, der das menschliche Gehirn erschaffen hat, denn Hochmut lähmt einen wichtigen Bereich des Intellekts. Wer von diesem Stolz befallen ist, kann sich selbst nicht mehr realistisch und selbstkritisch einschätzen. Er hat die Fähigkeit des neutralen und vernünftigen Denkens hinsichtlich all der Bereiche verloren, die mit der Verteidigung seiner Ehre zusammenhängen; fühlt er sich in seinem Stolz verletzt, wird er schnell gehässig und aggressiv. Er ist kaum fähig, gute freundschaftliche oder partnerschaftliche Beziehungen aufrecht zu erhalten, u.a. weil er sich schwer in andere hineinversetzen kann, da er so sehr von seiner eigenen Sichtweise überzeugt ist und weil er ungern Rat/Ermahnung annimmt ... Der Überhebliche ist normalerweise auch nicht bereit, eine Charakterumwandlung durch Gottes Kraft (wie zuvor beschrieben) anzunehmen, weil er seine Schuld und seine verkehrte Wesensart nicht einsieht (er meint ja, ein besonders toller Mensch zu sein und spürt kein Bedürfnis nach einer Charakterverbesserung). Seine Stärke ist es vielmehr, andere zu beschuldigen.

Kurz: Eine gute Religion wird nie dazu beitragen, dass ihre Anhänger (oder andere Menschen) hochmütig werden; sie wird aber ihre Nachfolger in eine lebendige, spürbare Beziehung mit einem liebenden Gott
bringen, sodass sie auch keinen Grund mehr haben, sich minderwertig zu fühlen.
Mehr hierzu im Bereich „Wie komme ich zu einer gesunden Identität“ (andere Rubrik dieser Homepage)

 

Eine aufbauende Religion führt ihre Anhänger nicht in Einsamkeit, sondern schafft gute Beziehungen

Der Mensch ist ein auf Beziehungen ausgelegtes Wesen. Wenn er zu lange alleine ist, wird er unglücklich und psychisch krank. Wenn man einen Schöpfergott voraussetzt, dann hat dieser den Menschen also als
Gemeinschaftswesen erschaffen. Durch seine Fähigkeit, eine Sprache zu lernen, hat er eine einzigartige Möglichkeit, sich mitzuteilen.
Wenn nun eine Religion ihre Anhänger auf Dauer in die Einsamkeit führt, dann kann dies nicht die Religion sein, die von einem liebenden Erschaffer des Menschen stammt. Zum einen wird der Anhänger einer solchen Religion unglücklich und zum anderen kann er auch keine Nächstenliebe mehr gegenüber anderen üben, wenn er aus seiner Verborgenheit nicht mehr herauskommt. Warum sollte ihn ein liebender Gott daran hindern, Seine Liebe in der Gesellschaft weiter zu geben?
Sollte er nicht viel mehr dazu fähig sein, gute Freundschaften, eine liebevolle Ehe, vertrauensvolle Beziehungen zu Arbeitskollegen, Nachbarn, Schulkollegen ... einzugehen und daran Freude zu haben und Freude
weiter zu geben?
Wenn ein Gott ein Lebewesen mit 100 Milliarden Gehirnzellen schafft, das die Fähigkeit zu intelligentem Denken und Mitteilung durch Sprache hat, dann wird Er auch selbst in Kontakt mit seinem Geschöpf treten
wollen, vor allem dann, wenn er auch Zuneigung zu ihm hat. Wäre es nicht auch etwas tolles, als Geschöpf mit dem Erschaffer des Weltalls kommunizieren zu können?
Wenn eine Religion ihren Gott nur als eine unpersönliche Kraft beschreibt, dann wäre eine solche Kommunikation nicht möglich. Wenn Gott als etwas total fremdartiges, unnachvollziehbares beschrieben wird, das man als Mensch überhaupt nicht wahrnehmen und verstehen kann, dann kann man auch kein Vertrauen aufbauen. Ähnlich verhielte es sich, wenn Gott wechselhaft und widersprüchlich in seinem Verhalten und in seinen Lehren/Prinzipien wäre, wie sollte man da Vertrauen finden und eine Zuneigung pflegen können? Uns ist das gegenüber einem Gott nur möglich, wenn er sich in einer für uns Menschen  erständlichen Art genügend offenbart – und das in einer vernünftigen, nachvollziehbaren Art und Weise – in einer solchen Art, die uns Respekt, Ehrfurcht und Zuneigung abringt (Zuneigung evtl. erst bei näherem kennenlernen, nachdem man bereits Antworten auf manche Fragen gefunden hat).
Im Gegensatz dazu: Wenn es heißt, dass der Mensch etwas angeblich göttliches nur in sich selber trägt und dies zum Vorschein bringen oder pflegen soll, dann wird die Kommunikation mit Gott leicht zu Selbstgesprächen führen.

Der Mensch hat lt. Wissenschaft eigentlich viel mehr Gehirnzellen, als er benötigt. Kann es nicht sein, dass er ursprünglich zu einer viel intensiveren Gemeinschaft mit Gott erschaffen wurde, dass er früher einmal
viel intelligenter und auffassungsfähiger war, dass seine brachliegenden geistigen Kapazitäten erst durch Gemeinschaft mit dem weisesten aller Lehrer richtig hochgefahren würden?
Kann es sein, dass die Quelle echter Liebe nicht im Menschen selbst verborgen liegt, sondern dass sie ihm durch Gemeinschaft und im Vertrauen zu einem liebenden Gott geschenkt wird?
Kann es sein, dass wir erst in der Geborgenheit und Sicherheit eines liebenden Schöpfers unsere Ängste, Minderwertigkeits- und Schuldgefühle endgültig ablegen können, sodass wir die Freiheit finden, von uns
selbst wegzuschauen und echte Zuneigung und Nächstenliebe ausdrücken können? Werden wir dann nicht auch den Mut haben, uns wenn nötig entgegen vieler gesellschaftlicher Bräuche offen zum Schöpfer zu
bekennen und seine Prinzipien zu verinnerlichen und auszuleben? Machen uns nicht unsere ganzen Ängste (z.B. vor Herabsetzung und Kritik) und Minderwertigkeitsgefühle ... so scheu und verschlossen, sodass wir kaum mal in der Lage sind frei, offen und selbstkritisch über persönliche Dinge zu reden – was uns so sehr daran hindert, gute Beziehungen bzw. Freundschaften aufzubauen?
Kann es sein, dass viele Menschen eine tiefe innere Sehnsucht nach etwas spüren; eine nicht leicht identifizierbare Sehnsucht, die sie versuchen durch wechselnde Liebesbeziehungen, Alkohol, Status, Macht, Reichtum, Nervenkitzel, Filme, extreme Verhaltensweisen und Hobbys, Tanz und Drogen zu befriedigen, die aber nur durch eine lebendige Beziehung zum Schöpfergott befriedigt werden kann? Zu dem, der alleine weiß, was das hochkomplexe menschliche Gehirn benötigt, um in einen dauerhaften Zustand inneren Friedens zu gelangen?

Schlussfolgerung:
Wenn es einen Schöpfergott gibt, der seine Geschöpfe mag, dann will er auch eine dauerhafte liebevolle Beziehung mit ihnen eingehen. Er möchte auch, dass die Menschen die von ihm erhaltene Liebe an andere
weitergeben und sich nicht in die Einsamkeit zurückziehen um ihr Glück, Gott gefunden zu haben, alleine zu genießen. Um dauerhaft glücklich zu sein als Mensch, ist es notwendig, Liebe von außen zu empfangen und Liebe weiter zu geben.

Eine gute Religion gewährleistet zwar die freie Wahl, verspricht aber nicht die totale Freiheit

Die Freiheit der Wahl, der Entscheidung, ist ein großes Privileg des Menschen. Jedoch hat er die Möglichkeit, solche Entscheidungen zu treffen, die ihn in die Unfreiheit führen, bzw. in Zwänge, die er nicht mehr
beherrschen kann. Bsp: Er kann seine Freiheit dazu nutzen, sich Heroin zu spritzen. Danach ist er aber nicht mehr frei sondern süchtig. Will er dauerhaft die Möglichkeit einer freier Wahl haben, muss er einige weise Prinzipien einhalten, die es ihm ermöglichen, dass er sich jeden Tag/immer wieder erneut frei entscheiden kann (z.B. ob er Drogen nehmen will oder nicht). Ein solches Prinzip bedeutet, dass man nicht nur an die kurzfristigen Folgen eigener Entscheidungen denken soll, sondern auch an die langfristigen. Es gibt viele Verhaltensweisen, die mich kurze Zeit befriedigen, für die ich aber langfristig einen viel zu hohen Preis zahlen muss. Wer das nüchtern überdenkt, wird feststellen, dass er auf Dauer eher frei bleibt, wenn er sich gegen solche kurzen Genüsse oder Vorteile entscheidet.
Eine schlechte Religion wird ihre Anhänger davon ablenken, an die langfristigen Folgen zu denken, z.B. auch an die langfristigen Folgen der Religionsausübung selbst. Mit dem Versprechen der großen Freiheit kann man leicht Menschen so faszinieren, dass sie nicht mehr sehen, wie leicht sie sich durch eine falsche Wahl ins Unglück stürzen können und andere noch dazu, wie schnell sie sich durch eine schlechte Nutzung ihrer Freiheit freiwillig in Sklaverei begeben, aus der sie dann kaum mehr herauskommen.
Wie bereits beschrieben, ist der Mensch ein Gemeinschaftswesen. Wer aber absolut frei sein will, der will sich keinem anderen Menschen anpassen, er will sich weder von Wünschen noch Regeln eines Mitmenschen einschränken lassen. Er will total unabhängig sein. Das Problem ist also, dass eine solche totale Freiheit einen Menschen in die Einsamkeit führt. Er ist zwar unabhängig, kann machen was er will, muss niemanden fragen, er kann sein Geld alleine im eigenen Sinne ausgeben – jedoch würden sich mit der Zeit wohl alle denkenden Mitmenschen von ihm zurückziehen. Er ist ihnen zu egoistisch geworden. Vielleicht hat ein solch unabhängiger Egoist ein paar Kumpel, die ähnliche Interessen haben wie er, richtige Freunde kann er aber kaum finden, weil er aufgrund seiner egoistischen Selbstverwirklichung nicht zur Freundschaft fähig ist. Der Wunsch nach totaler Freiheit hindert ihn daran, sich an einen Menschen ernsthaft zu binden. Echte Liebe lässt er nicht zu, weil sie freiwillige Bindung bedeuten würde. Man müsste sich dann auch für den anderen ernsthaft interessieren, nicht nur für die eigenen Ziele. Damit vergleichbar kommt es für ihn auch nicht in Frage, durch Kennenlernen und Vertrauen eine Bindung an einen Gott aufzubauen. Er wird wohl lieber Atheist sein oder sich eine solche Religion suchen, bei der man sich an niemanden binden muss, welche die absolute Freiheit verspricht. Als Folge seiner seelischen, inneren Einsamkeit wird er jedoch ganz bestimmt unglücklich werden, auch dann, wenn er viel Geld hat, denn es fehlen ihm gute, lebendige Beziehungen, die von tiefem Vertrauen geprägt sind – Beziehungen zu Mitmenschen, an die er durch Nächstenliebe gebunden ist und eine Beziehung zu einem persönlichen Gott, der ihn mag. Trotz aller beabsichtigter Freiheit lebt dieser Mensch wie in einem Gefängnis, im Gefängnis der Einsamkeit (ausgenommen oberflächliche Kontakte). Alles was er unternimmt, macht ihm nicht richtig Freude, weil das Gegenüber fehlt. Irgendwann wird er wahrscheinlich antriebsschwach, lustlos und depressiv.
Es ist deshalb besser, eine solche Religion zu suchen, die statt der großen Freiheit, echtes Glück verspricht. Und Glück gibt es nur in verlässlichen, vertrauensvollen, treuen Bindungen. Ich bin lieber nicht ganz so frei aber dafür glücklich! Eine gute Religion wird durch ihre Lehren, Riten, Gebräuche... den Menschen erklären wie sie glücklich werden können, sie wird ihre Anhänger in der Richtung verändern, dass sie selbst vertrauenswürdig und ehrlich werden, Nächstenliebe praktizieren ... damit sie fähig werden, echte Freundschaften und dauerhafte, glückliche Partnerschaften (Ehe) zu pflegen. Eine gute Religion wird deshalb lehren, wie man richtig zwischen echter Liebe (die gute Beziehungen schafft) und Egoismus (der Beziehungen zerstört), unterscheiden kann.
Außerdem wird sie das Wesen Gottes überzeugend in einer solchen Art darstellen, dass es einem leicht fällt, Vertrauen zu Ihm zu finden und eine Beziehung zu ihm aufzubauen (sie wird Gott z.B. als freundlich, interessiert, vergebend, selbstaufopernd, aber auch als gerecht, als einen gerechten Richter darstellen).
Sollte diese Religion gewisse Regeln hochhalten, die für gute Beziehungen notwendig sind und für deren Sinn der Mensch genug überzeugende Gründe findet, sodass er sich gerne freiwillige an sie halten mag, dann wäre das von Vorteil.

Schlussfolgerung:
Die große Freiheit im Sinne von Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und Egoismus führt in Einsamkeit, in seelische Kälte und Depression – man kreist nur noch um sich selbst.
Wenn ein Gott Glück verspricht, dann muss Er auch aufzeigen, wie man glücklich und zufrieden werden kann, wie man in von Liebe geprägten Beziehungen leben und auch Ihm selbst vertrauen kann, wie man mit
Ihm kommunizieren und so in einer guten Beziehung zu seinem Schöpfer leben kann.

Kann man eine Glaubensüberzeugung danach beurteilen, ob ihre Anhänger ein vorbildliches Leben führen?

Es wurde bereits ausführlich dargelegt, dass eine gute Religion ihre Nachfolger zum guten hin verändert, dass der von ihr vorgestellte Gott aber auch die freie Entscheidung aller Menschen akzeptiert. Es kann
deshalb angenommen werden, dass Er den Menschen auch die Freiheit lässt, sich zu Ihm bekennen, obwohl sie Seine Prinzipien gar nicht kennenlernen wollen oder sie zwar kennen aber nicht ausleben.

Schlussfolgerung und eigene Verantwortung:
Es kann also leicht sein, dass man Menschen kennenlernt, die sich als Anhänger einer bestimmten Glaubensüberzeugung bezeichnen, die aber trotzdem kaum eine Ahnung davon habe, um was es bei dieser Überzeugung geht. Andere mögen sich gut in ihrer Religion auskennen, leben deren Grundsätze aber nicht aus oder nur einige unwichtigere Punkte. Beobachtet man sie genauer, merkt man, dass sie zwar einen religiösen Eindruck erwecken, in Wirklichkeit aber egoistische, hochmütige oder hinterlistige Heuchler sind.
Das heisst, dass man eine Glaubensüberzeugung /Religion nicht leicht am Verhalten ihrer Anhänger beurteilen kann.
Es ist stattdessen sinnvoller, sich zuerst mit den Überzeugungen einer Religion genauer zu beschäftigen und ihre Lehren auf Schlüssigkeit, Logik, Beweise, versteckte Gefahren, Erfahrbarkeit... zu prüfen. Nach dieser Prüfung wird man bestimmt schon viele aussortieren können. Hat man aber eine sinnvolle, logische Glaubensüberzeugung gefunden und diese näher kennen gelernt, kann man erst eigenständig prüfen, welche ihrer angeblichen Anhänger wirklich Sinn und Geist dieses Glaubens verinnerlicht haben. Erst wenn man solche Menschen gefunden hat, die wirkliche, echte Anhänger ihrer Religion sind, kann man prüfen, in welche Richtung sie von ihrem Glauben verändert wurden.
Hat man sich bereits gründlich über die Lehren einer Glaubensüberzeugung informiert, ist man auch nicht mehr so leicht manipulierbar.

Darf sich eine seriöse Religion gegen andere Glaubenssysteme abgrenzen?

Es gibt viele Menschen, die deshalb eine Religionszugehörigkeit pflegen, weil sie dort „hineingeboren“ wurden, weil sie in ihrer Religionsgemeinschaft Freunde haben, Musik oder andere Hobbies ausleben können oder weil sie schöne Gefühle bei den religiösen Zeremonien / Festen empfinden.
Solche Gläubige sehen oft keinen Grund, weshalb sie sich gegen andere Religionen abgrenzen sollten, denn sie sind nicht deshalb Religionsteilnehmer, weil sie eine Überzeugung damit verbinden, sondern weil sie eben die Traditionen achten oder schöne Gefühle, Gemeinschaft... damit verbinden. Solche Zeitgenossen werden evtl. so denken: Weil ich hier in Deutschland zur Welt kam, bin ich halt Christ; wäre ich in Indien geboren, dann wäre ich wohl Hindu, was soll's. 
Wer aber mit seiner Religionszugehörigkeit eine Überzeugung verbindet, wer also überzeugt ist von der Richtigkeit seines Glaubens, von der Realität Gottes und von der Wahrhaftigkeit Seiner Aussagen, für den
ist es ganz natürlich und normal, dass er gegensätzliche Glaubenssysteme nicht als gut bewerten kann. Er würde sich ja sonst widersprechen. Wer sich allerdings durch seinen Glauben abgrenzt, der bewirkt automatisch eine gewisse geistige Trennung gegenüber Menschen, die etwas anderes glauben. Wenn man in diesem Zusammenhang an die vielen gehässigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen religiösen Gemeinschaften denkt und an die vielen Religionskriege, dann drängt sich schnell der Gedanke auf, Glaubensüberzeugungen generell abzulehnen und höchstens oberflächliche religiöse Neigungen auszuleben.
Es gibt sicher auch heute noch religiöse Gemeinschaften, die dazu auffordern, andere Menschen durch Zwang und Gewalt zu „missionieren“. In den Überzeugungen solcher religiöser Systeme wird man bestimmt
nicht auf einen Gott der Liebe stoßen – man wird dort viel eher von den Grundsätzen echter Liebe abgehalten. Viele Überzeugungen bilden in der Tat eine große Gefahr für Menschen, die sich unkritisch davon beeinflussen lassen.
Am Beispiel des Christentums kann man jedoch auch erkennen, dass sogar (angebliche) Anhänger einer Religion, zu deren Hauptaussagen die Nächstenliebe gehört, zu sehr viel Hass, Gewalt und Krieg fähig sein
können – und in der Bibel wird sogar Feindesliebe gefordert! Hier ist es sehr wichtig, zwischen Religion und Religionsanhängern zu differenzieren, siehe voriges Thema.
Das Problem ist hier nicht die Religion, sondern es sind die Menschen, die ihre Religion nur als tarnenden Schleier verwenden, um dahinter ihren Hochmut, unehrliche Argumente, Bosheit, Hinterlist und Gewalt zu verstecken (und dies ist ihnen selbst dann möglich, wenn ihr Glaube das verbietet). Oft geht es dabei auch nicht in erster Linie um religiöse Ziele, sondern in Wirklichkeit um Macht und Geld.
Ist es deshalb falsch, eine Glaubensüberzeugung zu haben? Oder ist es deshalb falsch, dass man aufgrund seiner Überzeugung andere Religionen ablehnt und darüber sachlich Argumente austauscht?
Nein, verständige Menschen sollten es verstehen, kontrovers über verschiedene Glaubenssysteme u. -inhalte zu sprechen, ohne dabei irgend jemanden persönlich zu verletzen. Wer verschiedene Glaubenssysteme wirklich kennengelernt hat, der kann eine höfliche, ehrliche Abgrenzung eines überzeugten Religionsanhängers gegen andere Religionen unmöglich verdammen – denn er weiß, welch krasse Gegensätze es zwischen verschiedenen Religionen gibt. Das konsequente Ausleben der Prinzipien einer bestimmten Religion kann sich auf das Leben und Wesen des Menschen ganz anders auswirken als das Ausleben der Grundsätze einer anderen Religion. Jemand, der sich genauer mit diesen Themen beschäftigt, kann also der Aussage „es ist doch egal, was man glaubt“ überhaupt nicht zustimmen.
Ich meine, dass man gerade dann, wenn man einen Gott der Liebe gefunden hat, dazu fähig sein sollte, zu seiner Überzeugung zu stehen und dass man auch den Mut haben sollte, sich, wenn nötig, in einer selbstkritischen, höflichen Art mit logischen, ehrlichen Argumenten zu anderen Religionen abzugrenzen (die uneigennützige Liebe weniger betonen oder die ein höheres Wesen vorstellen, dessen Wesen und Wirken nicht durch und durch uneigennützige Liebe widerspiegelt). Dies muss in einem freien Land möglich sein. Wer dabei wirklich von uneigennütziger Nächstenliebe motiviert ist, wird sich nicht deshalb abgrenzen, um den Gesprächspartner durch überhebliche Wichtigtuerei zu beeindrucken oder um ihn schlecht zu machen – Nein, es geht ihm viel mehr darum, den anderen auf eine bessere und reale Hoffnung aufmerksam zu machen (der Gesprächspartner mag in Angst vor seinem Gott leben oder keine reale Hoffnung auf ewiges Leben haben ...). Motiviert von uneigennütziger Nächstenliebe können es überzeugte Gläubige also durchaus als ihre Verantwortung begreifen, das für sie so wertvolle Glaubenswissen, woraus sie so viel Hoffnung, Liebe und Energie schöpfen, an andere weiter zu geben.

Andererseits: Wenn mir eine Person, die eine andere Glaubensüberzeugung hat, mit schlüssigen Argumenten etwas neues aufzeigt, dann sollte auch ich dies nicht als Angriff auf meine Identität ansehen. Ich sollte vielmehr deren Argumente in möglichst neutraler Haltung überdenken und prüfen, um von ihr, wenn möglich, etwas zu lernen und meine eigenen Überzeugungen, wenn nötig, zu revidieren. Wenn ich erkennen sollte, dass meine Glaubensüberzeugung in irgendeinem Punkt falsch oder unbegründet ist, sollte ich also auch die Konsequenzen daraus ziehen und nicht zwanghaft daran festhalten, nur weil ich es schon immer so geglaubt habe.

Kann man einer Religion alleine deshalb schon Vertrauen, weil dort Übernatürliches geschieht?

Nein. Man muss zuerst herausfinden, ob die übermenschliche Macht/Intelligenz gutes oder böses im Sinn hat. Man kann mit einer begeisternden übernatürlichen Tat den selben Zweck verfolgen, wie mit dem
leckeren Speck in der Mausefalle. Mit ihr kann man sehr effektiv Menschen auf einen falschen Weg führen. Man sollte eine Religion deshalb zuerst auf Schlüssigkeit, Logik und auf ihre Gutmütigkeit prüfen. Nicht
umsonst wurden auf den Seiten zuvor so viele Prüfungskriterien vorgestellt.
Wenn in einer Kirche oder sonstigen religiösen Gemeinschaft Wunder geschehen, sollte man sich daher unter anderem folgende Fragen stellen:
Ist wirklich etwas übernatürliches geschehen oder handelt es sich um Täuschung, Massensuggestion, Betrug ...?
Wenn wirklich etwas übernatürliches geschehen ist:
Was ist der Preis für dieses Wunder? Was sind die längerfristigen Auswirkungen des Wunders auf die körperliche, psychische und geistige Verfassung des Menschen, der das Wunder erfahren hat? Verändern sich seine Charaktereigenschaften zum positiven oder zum negativen? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Wunder erleben zu können? Sind diese Voraussetzungen verständlich, logisch, schlüssig und ungefährlich?
Wird mit Offenheit und vernünftigen Argumenten darüber gesprochen oder verbirgt man alles hinter dem Schleier der Pseudowissenschaft, hinter einer undurchsichtigen Heimlichtuerei?
Wird der kritisch Fragende ernst genommen oder ausgelacht? Wird ihm mangelnder Glaube unterstellt oder erklärt man ihm alles wichtige durch klare, logische Argumente?

Welche Lebensweise und Charaktereigenschaften haben die Menschen, die Kontakt mit dieser übernatürlichen Macht haben und die anderen mit deren Wunderkraft angeblich helfen möchten? Wenn Menschen so eng mit solch einer Kraft verbunden sind, dass sie bei der Zurschaustellung übernatürlicher Ereignissen mitwirken, müsste an ihrer Wesensart/ an ihrem Charakter und Verhalten auch im Alltag der Einfluss dieser Macht deutlich werden. Erkennt man an diesen (wundertätigen) Menschen im Alltag also den Einfluss eines liebenden Gottes? Üben sie uneigennützige Nächstenliebe oder dreht sich ihr Leben doch vielmehr um Geld, Anerkennung, Gier, Egoismus ...?
Es wurde bereits dargelegt, dass es einleuchtende Argumente für die Existenz einer bösen übernatürlichen Macht gibt. Wer das bedenkt, wird jedes übernatürliche Phänomen erst gründlich prüfen, bevor er sich näher damit beschäftigt, bzw. bevor er sich in den Einflussbereich solcher Menschen begibt, die mit solchen Phänomenen zu tun haben. Wenn es aber auch einen liebenden Gott gibt, der früher einmal alles
wunderbar erschaffen hat (ohne je Leid und Tod gewollt zu haben), dann kann dieser natürlich erst recht Wunder tun. Ihm wird es aber nicht in erster Linie darum gehen, die Menschen kurzfristig zu heilen, zu
beglücken oder zu faszinieren, sondern sie fähig zu machen, eine Ewigkeit in Friede und Glück erleben zu können. Hierzu muss der Mensch Gott gut kennenlernen, damit er sich bewusst für ihn entscheiden kann,
sofern er will. Auch muss er das Wunder erfahren, charakterlich erneuert zu werden, damit er fähig wird, in alle Ewigkeit den Frieden Gottes genießen und bewahren zu können (wer durch seine Anwesenheit in der ewigen Welt das Glück der anderen Lebewesen gefährden würde, dürfte dorthin logischerweise erst gar nicht kommen). Er sollte außerdem bereits etwas von diesem Glück in seinem kurzen Leben auf dieser Welt erfahren können, damit die Verheißung einer glücklichen Ewigkeit glaubhaft und verständlich wird.

Wird sich ein Gott, der die Menschen mag, nur einer bestimmten Person offenbaren?

Wenn eine Religion behauptet, dass nur eine besondere Person/manche wenige Personen in ihren Reihen direkten Zugang zu Gott haben und alle anderen kritiklos das glauben müssen, was diese besondere Person(en) weitergibt/ weitergeben, dann würde dies bedeuten, dass man sich auf Menschen verlassen muss – dann wäre man auch `verlassen´.
Es würde sich dann auch nicht um einen Gott der Liebe und der Gerechtigkeit handeln, denn warum gibt er einer einzelnen Person oder ganz wenigen solche Vorzüge? Ein liebender Gott will gerne in Beziehung zu
allen Menschen treten und nicht nur zu manchen wenigen, die dann leicht Macht über die anderen ausüben können.
Natürlich gibt es aber auch Situationen, in denen ein gläubiger Mensch, der schon mehr über Gott weiß, einem anderen helfen kann, Gott näher kennen zu lernen. Wenn der Gläubige von einem Gott der Liebe geprägt wurde, wird er solche Möglichkeiten nicht dazu nutzen, den Suchenden an sich selbst zu binden, sodass dieser in seinem Verständnis dauerhaft von der Erfahrung des Gläubigen Menschen abhängig wird –
Nein, er wird ihn so unterrichten, dass er die Frage seiner Religiosität durch eigene Entscheidungen früher oder später selbst in die Hand nehmen kann und dass er in die Lage versetzt wird, eine eigenständige
Beziehung zu seinem Schöpfer aufnehmen zu können. 

Darf eine Religion krank machen?

Wenn man nach einem Schöpfergott Ausschau hält, der seine Geschöpfe liebt, dann wird man ihn bestimmt nicht bei solchen Religionen finden, zu deren maßgebenden, wichtigen Inhalten es gehört, den Menschen zu Lebensweisen, Zeremonien, Kulten, Gedanken oder Erziehungsmethoden zu führen, die die seelische, geistige oder körperliche Gesundheit schädigen (z.B. wenn es für die Ausübung der Religion unbedingt erforderlich ist, Musik oder andere Geräusche in einer das Gehör schädigenden Lautstärke zu hören, wenn Essensgewohnheiten unbedingt zum ungesunden hin verändert werden müssen, wenn man zu feindseligem Denken und Handeln gedrängt wird, zur dauernden Einsamkeit ...).

Darf eine empfehlenswerte Religion einen strafenden Gott verkünden?

Es gibt leider hartnäckig ungerechte, egoistische Menschen, unter denen andere leiden müssen. Sofern sie sich nicht zum besseren hin ändern wollen, ist es nachvollziehbar, dass es eines Tages ein göttliches Gericht geben mag, das einem solchen Menschen seine Gemeinheit vor Augen stellt und eine gerechte Strafe verhängt. Dass eine Religion lieblosen Menschen, die sich dauerhaft nicht ändern wollen, kein ewiges Leben zusprechen will, ist logisch, wie bereits zuvor beschrieben (denn das Böse würde sonst ewig bestehen bleiben, sodass das Glück anderer intelligenter Wesen auch auf ewig beeinträchtigt wäre).
Wenn eine Religionsgemeinschaft allerdings einen Gott vorstellt, der die Sünder bis in alle Ewigkeit in einer Hölle oder sonst wo grausam leiden lässt, dann stellt sie dem Menschen einen ungerechten Gott vor.
Die Strafe muss im Verhältnis zur Schuld stehen. Jemanden für die Vergehen einiger Jahrzehnte bis in alle Ewigkeit hinein zu quälen, ist einfach furchtbar. Eine Glaubensgemeinschaft die dies verkündet, versucht
wahrscheinlich, Menschen durch das Mittel der Angst an sich zu binden. Wie sollte der eine Teil der Menschheit in der Ewigkeit glücklich leben können, während der andere Teil, auch frühere Bekannte und Verwandte der Erretteten, bis in alle Ewigkeit gequält wird? Weitere Begründung zu diesem Thema im nun folgenden zweiten Bereich des Schreibens.

Stellungnahme des Autoren

Lieber Leser, liebe Leserin, ich hab irgendwann im Laufe des Schreibens die Existenz eines Schöpfers vorausgesetzt. Vielleicht wurde dir seit deiner Kindheit immer erklärt, dass das Leben durch Evolution entstanden sei, ohne Gott. Auch in den Massenmedien wird vielfach die Evolutionstheorie als seriöse wissenschaftliche Erklärung für die Entstehung des Lebens dargestellt. Menschen, die an einen persönlichen Schöpfer glauben, werden oft entweder beschimpft oder lächerlich gemacht. Eine durchdachte eigene Meinung kannst Du dir aber nur dann bilden, wenn Du die Argumente beider Seiten gehört hast.
Deshalb empfehle ich Dir als Ausgleich für die einseitigen Informationen durch Schule und Medien folgende Vortrags-DVD´s und Bücher, in denen seriöse Wissenschaftler über sehr viele wissenschaftliche
Erkenntnisse sprechen, die der Evolutionstheorie widersprechen:
1. Siebenteilige DVD-Vortragsreihe von Dr. Walter Veith: „Kreation versus Evolution“
2. DVD „Dem Geheimnis des Lebens auf der Spur“ und
3. DVD „was Darwin nicht wissen konnte“
alle enthalten auch interessante Grafiken oder Bilder bzw. Animationen.
Man bekommt sie bei adventistbookcenter.at (seriöse Internetbuchhandlung)

Als Bücher empfehle ich:
„95 Thesen gegen die Evolution Wissenschaftliche Kritik am naturalistischen Weltbild“ (CLV Verlag) und
„Fragen an den Anfang“ auch vom CLV Verlag und
„Der Turmbau zu Babel Mythos oder Wirklichkeit“ (Hänssler Verlag)
Auch diese Bücher können über das adventistbookcenter bezogen werden.


Ich selber hab die Überzeugung, dass der sich in der Bibel offenbarende Gott alle positiven Eigenschaften erfüllt und dass der biblische Erlösungsplan das Ziel hat, die Menschen zu Gott und zur Ewigkeit zurückzuführen. Ich glaube, dass die tiefsten Sehnsüchte aller Menschen alleine durch eine enge Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer und Erlöser befriedigt werden können und dass es sich bei der Bibel um die Beschreibung des Weges zu Gott und um den idealen Maßstab zur Unterscheidung von gut und böse handelt.




Folgende Bibeltexte und Erläuterungen sollen aufzeigen, wie fantastisch die biblische Botschaft mit den zuvor beschrieben Idealen übereinstimmt:
(Man könnte zu den folgenden Themen aber noch viel mehr Bibeltexte finden)

Überschrift: Ein Gott müsste die Menschen dauerhaft mögen

In der Bibel wird ein Gott beschrieben, der die Menschen mag und der sich danach sehnt, dass sie Ihn kennenlernen und eine gute, lebendige Beziehung zu Ihm aufbauen möchten. Dies wird durchaus bei anderen Glaubensüberzeugungen ganz anders gesehen, wo ein höheres Wesen als sehr fern und unnahbar beschrieben wird. Die Bibel sagt, dass Gott seinen eingeborenen Sohn (heißt: einzigen, einzigen in seiner Art ...) auf diese Erde sandte. Nun muss dieses Wort „Sohn“ nicht unbedingt als leiblicher Sohn verstanden werden wie bei den Menschen. Es kann auch eine sehr enge Bindung zu einer Person ausdrücken. Dieser Sohn Gottes stand Ihm besonders nahe und stimmte mit seines Vaters Wesen und Charakter überein. Die Bibel sagt demnach also aus, dass Gott gerade sein ganz besonderes Gegenüber bzw. seinen einzigen Sohn mit dessen Einwilligung auf die Erde sandte. Hier hat er während einem ganz einfachen, ärmlichen Leben den Menschen durch seine Hilfe und Lehre die Grundsätze der ewigen Welt nahegebracht, die Grundsätze uneigennütziger Liebe. Allen Menschen, die es begehrten, schenkte Jesus Christus eine großartige Hoffnung, Vergebung und Gesundheit. Er führte ein Leben der Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, um allen die Liebe des unsichtbaren Vaters auszudrücken und vorzuleben. Beim biblisch-christlichen Glauben ist es Gott, der sehr viel auf sich genommen hat (und auch weiterhin für uns wirkt), um uns Menschen einen Ausweg aus unserer Verlorenheit zu schaffen, die durch die Abkehr von Ihm und von seiner Liebe eingetreten ist. Gott hat alle Maßnahmen ergriffen, um die Menschen ohne Einsatz von Zwang zu sich zurückzuholen. Andere Religionen mögen dem Menschen die Verantwortung übertragen, durch irgendwelche Leistungen oder religiöse Zeremonien das Wohlwollen und die Zuneigung eines Gottes erarbeiten zu müssen. Der biblische Gott hat die Menschen schon immer gemocht und bietet ihnen seinen Beistand, seine Nähe, Weisheit und Rettung für die Ewigkeit frei an. Da Er sich aber nicht aufdrängt, kommt es auf unsere Reaktion auf dieses Angebot an.
„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh. 3,16)
„Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte Er uns mit Ihm nicht alles schenken?“ (siehe Römer 8, 31+32)
Jesus spricht: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht“. (Matth. 11,28-30)
"Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen" (Jer. 29,13+ 14); siehe im Neuen Testament: Luk.11,9+10.
Die Bibel beschreibt außerdem, dass Gott den Menschen ursprünglich perfekt erschaffen hat, niemals hat er Leid und Tod mit in Seine Schöpfung eingeplant. Er wollte jedoch intelligente Wesen nicht davon abhalten, sich frei zu entscheiden. Mehr hierzu auf der nächsten Seite.

Überschrift: Was bedeutet die Tatsache, dass wir mit Intelligenz ausgestattet sind?

Die Möglichkeit, frei entscheiden zu können:
Josua 24,15: „Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: ...“
1. Könige 18,21: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist's aber Baal, so wandelt ihm nach.“
Gott möchte lt. Bibel, dass der Mensch seine Intelligenz einsetzt, um mit Ihm in Verbindung zu treten und Seine Prinzipien zu verstehen:
„... und die Ihn anbeten, die müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh. 4,24)
„... und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh. 8,32)
„... So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.“ (1. Petr. 4,7)
„Wo man nicht mit Vernunft handelt, da ist auch Eifer nichts nütze; ...“ (Spr. 19,2)
Eine bestimmte Religionsausübung wird in Jesaja 44,12-20 als unintelligent beschrieben.

Überschrift: Konsequenz aus der Tatsache, dass Gott den Menschen die freie Entscheidung und freies Handeln zugesteht:

Es kam Sünde und als deren Folge Leid auf, welche aufgrund Gottes Gerechtigkeit und Liebe aber nur eine Zeit lang bestehen werden.
„Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.“ (1. Petr.5,10)

Überschrift: Was wäre die Konsequenz, wenn es einen Gott gäbe, der mir die Entscheidungsfähigkeit raubt und mich evtl. sogar zwingen will?

Kann es auch ein böses übernatürliches Wesen geben?
Die Bibel beschreibt dies tatsächlich, u.a. in Eph. 6,10-20, ein Auszug hieraus: „... Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel ...“
Hier werden böse Mächte als die „Herren der Welt“ bezeichnet, was andeutet, dass Gott seinen Machtbereich auf dieser Welt stark eingeschränkt hat, um auch diesen Mächten ein weitreichendes freies Handeln zuzugestehen, wie er dies auch bösen Menschen zugesteht. Folge davon ist, dass Menschen auch unter deren Machenschaften auf dieser Welt Ungerechtigkeit erleiden müssen.
Die Verführungskünste solcher Mächte werden u.a. in 5. Mose 18,9-15 beschrieben.
Als Warnung 1.Petrus 5,8-9: „Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben ...“
Aus diesem und auch vielen anderen Texten geht hervor, dass Satan und seine Helfer keine uneingeschränkte Herrschaft ausüben können, denn ihm kann im Glauben widerstanden werden. In Epheser 6 wird sogar eine geistliche Waffenrüstung beschrieben.
Da die Bibel eindringlich vor Satan und Dämonen warnt, bedeutet dies, dass der Mensch bei all seiner Neugier und seinem Wissensdrang vorsichtig sein muss. Ohne Vorsicht und ohne Gottes Schutz bzw. ohne
die von Ihm angebotene Waffenrüstung ist er diesen Mächten hoffnungslos unterlegen. Deshalb sollte er auch bei der Suche nach einer geeigneten Religion sehr vorsichtig sein.
Da auch Satan übernatürliches bewirken kann, darf der Suchende eine Religion nicht ausschließlich daran beurteilen, ob dort Übernatürliches geschieht.

Gott wollte nie, dass Menschen leiden und sterben müssen. Er hat sie perfekt geschaffen, ohne eine Neigung zu Degeneration, Krankheit und ohne Neigung zum Bösen, siehe 1. Mose 1,31: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Die Menschen trennten sich aber von Ihm durch die Sünde (ist das Gegenteil von echter Liebe). Da Er sie damals, wie auch uns heute aufgrund unserer Sünde nicht sofort mit dem Tod straft, kann das Problem des Leides vorübergehend nicht beseitigt werden. Aufgrund der Abkehr von Gott beansprucht Satan die Menschen als seine Sklaven und versucht sie weiterhin von Gott abzuhalten (z.B. indem er behauptet, Gott wäre am Leid schuld oder durch Ablenkungen, Verdummung durch Medien...). Je weiter sich so ein Mensch von der Liebe Gottes entfernt, desto mehr wird sein Geist von Egoismus, Neid, Überheblichkeit, Gier, Habsucht, Hass auf Andersdenkende und ungerechtfertigte Abneigung vor Gott erfüllt. Dabei hat sich Gott durch seinen Sohn selbst ins Leid gestürzt, um uns einen Ausweg zu schaffen. Der sündlose Sohn Gottes war bereit, sich als Mensch auf unsere Welt zu erniedrigen, die Strafe für unsere Schuld zu tragen und hat so stellvertretend für uns gelitten und ist an unserer Stelle gestorben. Wer sich darauf beruft, Gottes Angebot der Erlösung annimmt und sich aus Zuneigung Gott und Seinem Wort unterordnet, der ist bei Ihm geborgen. Keine Macht kann ihn mehr als ihren Sklaven beanspruchen, denn er wurde lt. Bibel zum Kind Gottes. Niemand kann ihn aus Seiner Hand reißen. Nur der Mensch selbst kann sich dann trotzdem noch Gott entziehen, z.B. indem er sich lieber sinnlosen Dingen hingibt (was bedeutet, dass er die Gabe seines Verstandes übergeht), indem er seinen Verstand bewusst schwächt (z.B. durch Alkohol und Drogen) und Gottes Einladung überhört, indem er Gottes Wort nicht studiert oder indem er Gottes Einladung zwar zur Kenntnis nimmt, sie aber direkt ablehnt. Lies zu diesem Thema bitte noch Jesaja 53 und Philipper 2,5-11.

 

Überschrift: Konsequenz aus dem Versprechen, es gäbe eine Ewigkeit ohne Leid, Hass, Krieg

Als eine Konsequenz wurde hier beschrieben, dass eine Religion, die dies verspricht, auch ein gerechtes Gericht verkünden muss, bei dem unterschieden wird, wer fähig ist, in diese Ewigkeit einzugehen und wer
nicht (wer durch seine Wesensart dort wieder Unglück verursachen würde).
→ Hierzu könnte man viele Bibeltexte nennen, z.B. Joh.5,28-29 in Verbindung mit Hesekiel 18,20-32

Was ist der Maßstab für Gottes Gericht?
→ Jesus spricht (Joh. 8,51): Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.“ Maßstab ist also die Heilige Schrift (die Sein Gesetz enthält), welche beschreibt, wie das Ausleben der Grundsätze echter, uneigennütziger Liebe in Theorie und Praxis aussieht, ja wie es bereits das Leben auf dieser Welt bereichert – Beachte, wie Jesus die Grundessenz des Gesetzes Gottes und all seiner Forderungen darstellte, als Er gefragt wurde, was das höchste Gebot im Gesetz sei: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt... Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ (Matth.22,37-40) In Joh.13,34 zeigt Jesus noch einen neuen Aspekt der Liebe unter Seinen Nachfolgern auf, siehe Joh. 13,34: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe ...“ Siehe zu diesem Thema die zehn Gebote in 2. Mose 20 und viele andere biblische Lehren und Erfahrungsberichte, die das Wesen echter Liebe näher beschreiben.
Wie aber kann man diese Liebe ausleben, wo man doch von Geburt an egoistisch geprägt ist?

Überschrift: Wenn es einen Gott gibt, der mich mag, wird er keine unerfüllbare Forderungen stellen

Die Bibel stellt dem Menschen die höchsten Ideale und die schönsten Ziele vor Augen und in der Tat kann diese niemand alleine erreichen. Gott spricht offen über diese Tatsache (siehe Römer 3,9-18). Der Mensch
denkt viel zu sehr kurzfristig egoistisch und hat mit uneigennütziger Liebe wenig im Sinn. Als Lösung bietet Gott aber an, die Menschen durch Seine Wunderkraft charakterlich total zu erneuern (die Bibel bezeichnet
dies auch als Bekehrung oder Wiedergeburt), sodass sein Gesetz und Wesen der Liebe in ihr Herz geschrieben wird (siehe Hesekiel 36,26-27) und sie von Herzen gerne Seine Art, sein Wort in Sinn und Geist  ausleben möchten. Da sich Gott hierzu nicht aufdrängt, sollte der Mensch Ihn von ganzem Herzen suchen, seine eigene Lieblosigkeit anerkennen sowie bekennen und sich von ganzem Herzen ein neues Leben nach Gottes bzw. Jesu Vorbild wünschen, weil er Ihn aus seinem Wort erkannt hat und sich Ihm völlig anvertraut/ unterordnet.
Dass Gott durch seine übernatürliche Kraft auch schlimme Sünder, wie z.B. Verbrecher, charakterlich total umgestalten kann, wurde bereits zig fach bewiesen und es gibt viele Bücher über solche Lebensgeschichte.
→ Eine biblische Geschichte hierzu in 2.Chronik 33,1-17; siehe auch 2. Kor. 5,17

Andere Aussage unter der oben genannten Überschrift:
Eine gute Religion verkündet einen Schöpfer, der seinem Nachfolger die Annahme samt ewigem Leben schon zu Beginn seines Weges mit Gott zuspricht (was den Druck wegnimmt, sich dies erst verdienen zu

Überschrift hinsichtlich Hochmut

Die Bibel warnt an verschiedenen Stellen eindringlich vor Hochmut 1. Petrus 5,5: „... Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“
Sprüche 16,18: „Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall“.
Gleichnis Jesu in Lukas 18,9-14: „Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein
Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“

 

 

Überschrift: Eine aufbauende Religion führt ihre Anhänger nicht in Einsamkeit, sondern schafft gute Beziehungen

Dass die Bibel zu guten, liebevollen Beziehungen motivieren, anleiten und befähigen will, davon kann sich jeder beim Lesen dieses Buches überzeugen. Da muss man wirklich nicht lange suchen!
Die Bibel beschreibt, wie man mit Gott selbst eine lebendige Beziehung aufnehmen und erhalten kann und zeigt den Weg auf, wie auch zwischenmenschliche Beziehungen gelingen können.
Ein sehr großer Teil der Geschichten, Gleichnisse, Lehren ... der Heiligen Schrift hängt damit zusammen, dass uns Gott gute, von uneigennütziger Liebe geprägte, glückliche, Beziehungen wünscht. Denke in diesem
Zusammenhang auch daran, was Jesus in Matth. 22,36-40 als das höchste Gebot bezeichnet hat (wurde bereits zuvor erläutert).

Überschrift: Eine gute Religion gewährleistet zwar die freie Wahl, verspricht aber nicht die totale Freiheit

Die Bibel verspricht nicht absolute Freiheit im weltlichen Sinn, sondern Weisheit, Sinn und letztlich Glück, welche sich dann einstellen, wenn man sich von Gottes Wort und Wesen begeistern lässt und sich Ihm freiwillig unterordnet (also in freundschaftlicher Bindung an Gott). 
Wahre Freiheit im Sinne der Bibel ist Freiheit von Sünde (Sünde ist das Gegenteil von echter Liebe bzw. Übertretung von Gottes Gesetz der Liebe, siehe 1. Joh. 3,4: „... die Sünde ist die Übertretung des Gesetzes“
und Römer 13,10: „... So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung“. Dass Gottes Gesetz vor allem Liebe zum Schöpfer und Erlöser und Liebe zum Nächsten fordert, wurde bereits beschrieben, siehe nochmals Matth. 22,37-40 und Joh.13,34).
„Wenn Ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen... Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht... Wenn euch
nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ Joh. 8,31-36
Motivierende Bibelverse zu dem Thema, ob man seine Freiheit zur Wahl der Sünde oder zur Wahl von Liebe und Glück einschlagen soll (Bindung an den Gott der Liebe): Joh.15,1-15; Jesaja 58; Sprüche Kapitel 1-9

Überschrift: Darf sich eine seriöse Religion gegen andere Glaubenssysteme abgrenzen?

Gott offenbart sich in der Bibel und zeigt den Menschen mehrere Wege auf, wie sie Beweise für die Glaubwürdigkeit dieses Buches finden können: z.B. durch das Erforschen der biblischen Prophetie und durch Anwendung der biblischen Verheißungen/Versprechungen im Gebet, um Gebetserhörungen zu erleben (siehe auch dazugehörige Voraussetzungen in einer anderen Rubrik dieser Homepage).
Gott möchte uns eine feste Hoffnung auf seinen Beistand und auf das ewige Leben schenken. Hierzu ist es notwendig, auch zu einer festen Überzeugung zu gelangen. In Hebr.11,1 wird dies so ausgedrückt: „Es ist
aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ Man kann durchaus auch Beweise finden für solche Dinge/Kräfte, die man nicht sehen kann, wenn
man z.B. an den elektrischen Strom denkt. 
Wenn man von einem Glauben fest überzeugt ist, hat dies zur Folge, dass man von gegenteilige Aussagen bzw. von gegensätzlichen Religionen nicht ebenso überzeugt sein kann; man wird sie vielmehr ablehnen.
Da die Bibel durch ihre Wahrhaftigkeit überzeugen möchte, ist es logisch, dass sie deutlich vor verschiedenen andersartigen Religionen/Glaubensüberzeugungen warnt und die Gefahr aufzeigt, wie man durch Irrtum und Lügen auf verschiedenen Wegen von Gott weggeführt werden kann. Wenn man bedenkt, dass die Bibel auch von der Existenz einer bösen übernatürlichen Macht ausgeht, dann kann man diese Warnungen noch besser nachvollziehen.

Überschrift: Kann ich einer Religion alleine deshalb schon Vertrauen, weil dort Übernatürliches geschieht?

In der Bibel werden böse Mächte genannt, die Wunder ausüben, um Menschen von Gottes Wort wegzuführen bzw. davon abzuhalten. Sie warnt sogar vor falschen Christussen und falschen Propheten, die im Namen Gottes Wunder wirken, um Menschen zu verführen. Die Verführung kann sehr subtil sein, denn es sollen möglichst auch erfahrene Christen hinter's Licht geführt werden.
Matth. 24,24-27: Jesus spricht „Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, sodass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten. Siehe, ich habe es euch vorausgesagt. Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus; siehe, er ist drinnen im Haus!, so glaubt es nicht.“ Und nun sagt Jesus, in welcher Art er tatsächlich wiederkommen wird: „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Wesen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.“ Also für alle sichtbar am Himmel. In Lukas 21,27 beschreibt Jesus seine Wiederkunft genauer: „Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.“
Matth. 7,15-17 und 21-23: Jesus sagt hier „Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte... Es werden nicht alle, die zu mir sagen Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!

Überschrift: Darf eine empfehlenswerte Religion einen strafenden Gott verkünden?

Wird in der Bibel eine Hölle beschrieben, in der Gottlose Menschen endlos gequält werden?
Römer 6,23: „Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“ → Das ewige Leben wird also dem Tod gegenüber gestellt, nicht einem ewigen Leiden.
Aus vielen anderen Bibeltexten ergibt sich, dass lieblose Menschen, die sich von ihrer Sünde (=Gegenteil von echter Liebe lt. Bibel) nicht abwenden wollen, letztlich sterben müssen – dass sie also nicht durch ein
endloses Leiden ungerecht bestraft werden. Aus Offb. 21,4 ergibt sich, dass es eines Tages kein Leid und keinen Schmerz mehr geben wird. Auch dieser Text widerspricht der Ansicht, dass irgendwelche schlimme Menschen bis in alle Ewigkeit gequält werden würden: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ Auch die geretteten Menschen könnten in der Ewigkeit nicht unbeschwert glücklich sein, wenn sie wüssten, dass viele ihrer früheren Bekannten irgendwo anders ewig leiden müssen.

Vor allem bei nur oberflächlichen Bibelkenntnissen, kann aber doch hier und da der Eindruck aufkommen, dass es eine ewig brennende Hölle geben mag. Wenn man in der Bibel das Wort „ewig“ liest, muss man
jedoch bedenken, dass dieses dort mehrere Bedeutungen hat. An vielen Bibelstellen hat es nicht die Bedeutung wie im deutschen und beschreibt kein endlos andauerndes Ereignis, sondern es will beschreiben, dass das jeweilige Ereignis unumkehrbar seinen Zweck erfüllt bzw. dass die Auswirkung dieses Ereignisses/Tatbestands, für immer bestehen bleiben wird.
Beispiel: Im vorletzten Buch der Bibel, in Judas Vers 7, wird beschrieben, dass die Städte Sodom und Gomorra die Strafe des ewigen Feuers erleiden (in Gegenwartform). Diese Städte sind jedoch bereits viele
Jahrhunderte vor dieser Aussage verbrannt. Sie brannten zu der Zeit, als Judas seine Schrift erstellte längst nicht mehr und brennen auch heute nicht. Petrus schreibt auch von diesen beiden Städten (auch im Neuen Testament, in 2.Petr.2,6) und sagt aus, dass beide eingeäschert wurden. Er schreibt nichts davon, dass sie noch immer brennen würden. Ein Widerspruch? Nein, denn man muss bei Judas davon ausgehen, dass er das Wort ewig eben nicht im deutschen Sinne benutzt hat, sondern ausdrücken wollte, dass das Feuer Sodoms das Schicksal ihrer Einwohner für immer besiegeln sollte (dass sie keine Möglichkeit zur Umkehr mehr hatten) bzw. dass es nicht gelöscht werden konnte bis alles verbrannt war bzw. dass die Auswirkungen dieses Feuers für immer andauern würden, z.B. dass diese Städte nie mehr wieder aufgebaut werden würden. Außerdem kann man der Übersetzung des griechischen Wortes „aion“ (das hauptsächlich für „Ewigkeit“ im Neuen Testament verwendet wird) interessantes entnehmen: Laut Elberfelder Studienbibel kann dieses auch „Zeitraum“ bedeuten. Man denke an Bibeltexte, die den Ausdruck „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ enthalten.
Auch diese Ausdrucksweise deutet klar darauf hin, dass das zugrundeliegende Wort nicht die selbe Bedeutung wie im deutschen hat, denn würde es immer nur „endlos“ bedeuten, dann wäre diese Ausdrucksweise unsinnig, denn sie zeigt an, dass die eine Ewigkeit aufhört und dann eine neue Ewigkeit beginnt. 
Zum weiteren Studium hierzu empfehle ich das Büchlein „Gereimtes und Ungereimtes über Tod und Auferstehung, Himmel und Hölle“; es ist im Internet bei „adventistbookcenter“ erhältlich.

Es gäbe eigentlich noch viel mehr Bibeltexte zu den jeweiligen Überschriften. Studiere einfach mal selber dieses Buch. Du wirst bestimmt einen großen Gewinn davon haben.

Quelle: www.heilsame-Geborgenheit.de
Verwendete Bibel:
Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, (c) 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart